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Englische Muffins und die eingestuerzte London Bridge …

Ich weiss schon gar nicht mehr, was ich im letzten Beitrag geschrieben habe, so lang ist das her. Auf jeden Fall ist in den letzten Tagen viel passiert oder zumindest wurde viel unternommen. Wie immer der Reihe nach. Nachdem ich mit ein paar Traenchen in den Augen am 13. Februar aus meinem Pub in Ilfracombe abgereist bin, hat mich ein klitzekleines Flugzeug mit gefuehlten 25 Plaetzen nach Brisbane gebracht. Des Essens zum Trotz war es nicht gerade das Angenehmste neben einem 185-Kilo-Mann zu sitzen, der einen nicht wohlriechenden Koerpergeruch verbreitet hat und neben dem einem dann ganze 15 einhalb Zentimeter uebrig bleiben. Zum Glueck war der Flug nach zwei Stunden vorbei und ich bin durch den Brisbaner Flughafen in den naechsten Flieger nach Sydney gerauscht. Der dann zu meiner positiven Ueberraschung das blanke Gegenteil darstellte: Ein riesen Jumbo-Jet mit gefuehlten tausenden von Plaetzen, von denen weniger als 5% besetzt waren, super Essen und Platz und Luxus ohne Ende. Nun gut, so kommt man von einem zum anderen Ende. Irgendwann bin ich dann auch in meinem Hostel in Sydney angekommen, was genau so aussah wie vorher. Zum Teil waren sogar noch die gleichen Leute da, meiner Meinung nach unverstaendlich (wer will schon seine ganze Australienzeit in Sydney beim Party machen verbringen?!), aber gut.

Nachdem ich Mittwoch pausenlos von einem Ende der Stadt zum anderen gerammelt bin, sind Donnerstag dann mit einer halben Stunde Verspaetung und noch viel mehr Stunden warten (immerhin bin ich schon 5.45 am aufgestanden) meine Eltern angekommen, die mit ihren zwei roten Koefferchen am Sydneyer Flughafen standen. Der Platz fuer meinen Kram in den Koffern war natuerlich nicht gross genug, so dass wir schon zwei Pakete heim geschickt haben. Naja, Sydney ist dann mit sehr, sehr abwechslungsreichem Wetter an uns vorbeigegangen, wobei wir denke ich das Wichtigste gesehen haben. Donnerstag den Hyde Park und Mittag in dem Cafe, wo ich mal gearbeitet habe und danach .. aehm .. eigentlich wollten wir zum Strand, aber dummerweise fing es an zu regnen, so dass wir uns in ein Cafe in der Naehe des Opera Houses gesetzt und Kaffee getrunken haben. Freitag haben wir einen gefuehrten Ausflug in die Blue Mountains gemacht, der dann auch die natuerliche Seite von Sydney zeigte. Waelder ueber Waelder, untermalert mit vielen Klippen und dem blauen Dunst der Eukalypten, der dem Nationalpark seinen Namen gibt (Mutti bildete sich ein, den blauen Dunst wirklich zu sehen). Nach einer waghalsigen Kletteraktion von Papsi, in der ein VB und eine Klippe die Hauptrolle spielten und einer Fahrt in der steilsten Seilbahn der Welt sind wir durch den Freitag-Feierabend-Verkehr heil wieder im Hostel angekommen. Samstag sind wir bei truebem Wetter in den Taronga Zoo gegangen (im Endeffekt hat sich das Wetter als hervorragend geeignet herausgestellt). Neben verpassten Platypussen und Dingos haben wir doch eine Menge an australischen und nichtaustralischen Tierchen gesehen, die mehr oder weniger huebsch waren. Komischerweise ist Mutti an den Schlangen auch besonders schnell vorbeigegangen … Zur Erholung und zum Ausklingen des Tages ging es dann zu Max Brenner, dem Chocolate-Restaurant. Ui, war das lecker. Natuerlich haben wir das Schokoladen-Fondue genommen und spaeter ein Souffle mit schmelzendem Kern. Mmh! Zum Glueck sind wir einen Tag vorher bei den Blue Mountains gefuehlte fuenftausendsiebenhundertdreiundachtzig Stufen zu einem Wasserfall runter und wieder hoch gelaufen. Sonntag begann der Tag mit einem Lauf durch den botanischen Garten, bei dem auf geheimnisvolle Art und Weise sehr viele seltene Kraeuter im Kraeutergarten abhanden gekommen sind (man vermutet es waren die Flughunde in den Baeumen, auch wenn es von ihrer ueblichen Nahrung abweicht). Am Opera House vorbei und nach unzaehligen Fotos ging es mal wieder mit Faehre los auf zum Manly Beach. Shoppen und ein kurzer erholsamer Strandaufenthalt folgten. In Gedanken die Faehre anschiebend sind wir dann mit der U-Bahn zum Paddys Market gehetzt (waren natuerlich wieder zu spaet) und sind eine halbe Stunde spaeter und nur $15 aermer mit tausenden Tueten beladen wieder rausgekommen. Nicht aus den Tueten, aber aus dem Inhalt haben wir dann ein leckeres Mahl zubereitet, wobei das Gemuese den Hauptbestandteil ausgemacht hat. Zu diesem haben sich noch eine John Dory, ein Salmon und ein paar nette Prawns gesellt, die sich munter unterhalten haben. Bis sie in unseren Baeuchen verschwunden waren. Nachdem ich Montag morgen das erste Mal bei der Mani- und Pedikuere  und Mamsi und Papsi auf dem Sydney Tower waren, ging es zum Flughafen (nach einem Zwischenfall mit ein paar Nagelscheren und Haarspraydosen) nach Melbourne. In Avalon angekommen, haben wir – ganz spontan – ein Auto gemietet: einen Hyundai KX-irgendwas, auf jeden Fall ein dunkelroter SUV, sehr schick. Mit dem ging es dann bis heute die Great Ocean Road entlang. Voran muss ich stellen, dass ich die meiste Zeit gefahren bin. Papsi hat sich dann heute doch mal hinter das Lenkrad geschoben und wurde 20 Minuten spaeter mal promt von der Polizei angehalten. 118 km/h bei erlaubten 100 km/h. Aber das nur so am Rande … da wir so nett waren, ist nichts passiert ;o)

Montag ging es dann also los bis Torquay, wo wir genaechtigt und uns den Bauch beim Chinesen vollgeschlagen haben (nachdem es nur ein mageres Fruehstueck gab). Dienstag sind wir von dort nach Apollo Bay, meiner Meinung nach wohl der schoenste Stopp. Zwischendurch haben wir natuerlich auch alle gefuehlten 100 m angehalten, weil es immer irgendwas zu gucken gab. Baden waren wir natuerlich auch und haben Millionen Fotos geschossen, die jetzt natuerlich alle gleich aussehen. Hab auch schon wieder die ganzen Namen vergessen, naja, Mutti hat alles notiert. Nach ausgiebigem Shoppen am Mittwoch Morgen sind wir bis Port Campbell gefahren, welches 11 km hinter den beruehmten Twelve Aposteln (eigentlich sind es ja nur noch elf) liegt. Von dort heute morgen bzw den Tag ueber zurueck nach Melbourne und nun in einer schwuelen, schwitzigen und dreckigen Stadt. Vielleicht haben wir nur Pech mit dem Wetter, aber einen schoenen Eindruck macht Melbourne nicht gerade. Naja, morgen frueh geht es ja schon weiter nach Alice Springs. Dann endlich wieder trockene Hitze dort ;o)

Ich wollte ja wirklich Fotos hochladen, aber es sind einfach zu viele … die kommen dann wohl spaeter Stueck fuer Stueck …

4 comments Januar 22, 2009


 

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