Posts tagged ‘Beach’

Es ist heiss! (und ich habe keinen Handyempfang)

Dennoch bin ich gluecklich und durchgeschwitzt in Lakeland im Niemandsland angekommen. Es ist sogar fast noch besser als ich es mir vorgestellt habe. Momentan sitze ich im wahnsinnig teuren Caravanpark im Internet. Nee, also das Internet ist teuer, nicht der Caravanpark. Neben diesem gibt es noch einen kleinen Shop, einen Kilometer entfernt eine Tankstelle und unser Hotel/Motel. That’s it. Also wirklich keine Moeglichkeit, auch nur irgendwelches Geld auszugeben. Das Hotel ist ganz niedlich, mit Pub dran (gleichzeitig Bottleshop), das Zimmer ist spitze, das englische Paerchen (mit denen ich hier zusammen arbeite), sind total nett und lieb (das Ehepaar, welchem das Hotel gehoert, kommt erst morgen, weil die gerade im Urlaub sind). Ich fange auch erst morgen an zu arbeiten und weiss gar nicht was ich hier den ganzen Tag machen soll. Deshalb erstmal Internet, allerdings sind die Rechner nicht auf dem neuesten Stand der Zeit, weshalb ich noch nicht weiss, ob das was mit Fotos hochladen wird. Ich werde es probieren. Spaeter. Hier erstmal meine neue Adresse:

Lakeland Downs Hotel Motel
Katrin Klaus
Gulf Development Road
Lakeland, QLD 4871
Australia

Ziemlich doof ist hier, dass ich keinen Empfang mit dem Handy habe. Es gibt zwar ein Payphone, von welchem ich dann anrufen kann, aber wenn jemand mit mir telefonieren will, muss er das irgendwie uebers Internet vorher ankuendigen, dann rufe ich zurueck (wobei ich sicher nur einmal pro Woche ins Internet gehen werde, da es ja fast nichts zu berichten geben wird). In ganz dringenden Notfaellen kann man auch im Hotel anrufen (da gibt es ja nicht soooo viele und es ist auch nicht so busy, dass man da nicht mal kurz telefonieren kann). Die Nummer ist (mit Australien-Vorwahl): 0061 7 4060 2142. Arbeiten muss ich immer von 9 bis 12 Uhr morgens und in etwa 5 bis 10 Uhr abends (spaetestens). Davor, dazwischen und danach kann man mich erreichen (bitte an 9 Stunden Zeitunterschied denken).

Ansonsten hab ich mich fein von Cairns verabschiedet, musste heute 5.15 Uhr aufstehen (prima), hatte aber noch schoene letzte Tage. Nachdem Donnerstag rumgammeln angesagt war, ging es Freitag frueh nach Cape Tribulation fuer eine 2 Tage, 1 Nacht-Tour. Hach und das war schoen. Ca. 3 Stunden faehrt man da hin, aber zwischendurch habe wir einige Stopps gemacht. Auf der Hinfahrt waren das der Mossman River (mit Regenwald), eine Wildlife Sanctuary mit grossen Krokodilen und anderen lustigen Tieren und was weiss ich, ein paar Lookouts und den Rest habe ich vergessen. Auf dem Rueckweg ging es zu einer Ice Cremery, die das Eis direkt aus den Fruechten machen, die drumrum wachsen, eine Riverfahrt auf der Suche nach Krokodilen (haben auch welche gesehen und man glaubt gar nicht, wie aggressiv die sein koennen), ein paar weiteren Lookouts und eine Fahrt durch Port Douglas. Alles in allem ganz schoen. In Cape Trib hatten wir dann einen Tag (von 1.30 freitags bis 1.30 samstags) und es ist traumhaft dort. Mitten im aeltesten Regenwald der Welt wurde das Hostel da hin gebaut, welches bis runter zum Strand ging. Und der war gigantisch. Keine Menschenseele und so traumhaft schoen. Hach, mal wieder Postkartenmotive. Samstag morgen haben wir dann auch Sea Kayaking gemacht. Also mit den Kajaks los gepaddelt und gepaddelt und gepaddelt und gepaddelt. Hab komischerweise gar keinen Muskelkater. Auf der jeden Fall war das sehr schoen, haben ein paar Schildkroeten gesehen und dann an einem anderen Strand halt gemacht (der Hammer), auf ein paar Felsen geklettert, Fotos geschossen, Aussicht genossen, Keks gegessen, nochmal zurueck ins Wasser, genossen und wieder zurueck gepaddelt. Sehr schoener Ausflug. So und jetzt versuch ich mal was mit Fotos zu machen. Schliesslich fehlen ja immernoch die von Bonnie und der Eisenbahn …

Ich krieg die Krise. Das geht nicht. Weil der Rechner hier keinen Kartenleser hat. Bei einem Kartenleser werden alle 100 Bilder einzeln angezeigt (also sortiert nach der ersten Nummer, die momentan was zwischen 46 und 50 ist und alle von 4600 bis 4699 auf einmal). Ohne Kartenleser muss ich die Kamera per USB anstoepseln und dann liest der Rechner das nicht als einzelne Dateien, sondern als eine riesige Ansammlung von Fotos, naemlich alle zusammen. Und auf meiner Kamera sind ca. 1500 Bilder. Und damit ist der Rechner hier einfach ueberfordert, so dass er entweder einfach abstuerzt oder, wenn ich ganz lieb zu ihm bin, einfach das Fenster des Hochladens schliesst und so tut, als waere nichts gewesen. Dann darf ich nochmal von vorn anfangen. Das habe ich jetzt viermal hinter mir. Jetzt habe ich keine Lust mehr. Bei StudiVZ kann ich auch keine Bilder hochladen, da der Rechner den schnellen Fotouploader nicht installieren kann (der hat Probleme mit dem ActiveX-Steuerelement) und beim alten Foto-Uploader das gleiche Problem wie bei WordPress entsteht. Zu viel auf einmal. Deshalb werde ich versuchen irgendwenn, wenn ich mal in Cooktown oder sonstwo bin, was hochzuladen. Tut mir ja leid, ich haett ja gerne die Fotos gezeigt. Bonnie, Eisenbahn und das traumhafte Cape Tribulation. Menno. Doof ist das …

Advertisements

November 9, 2008 at 6:00 am 2 Kommentare

Als Nektarinen getarnte Aprikosen …

sollte eigentlich die Ueberschrift fuer meinen letzten Artikel sein und passt jetzt gar nicht mehr. Wollte ich aber doch noch irgendwie einbringen, weil die gibt es hier naemlich. Ganz hinterhaeltig sind die und schaffen es sogar nach Nektarinen zu schmecken – wenn man den Geruechten glaubt, denn ich war zu mistrauisch um zu probieren. Australien ist ja dafuer bekannt, dass hier alles gross ist. Die Haie, die Strassen, das Outback, die Wueste, die Harbour Bridge, mein Po und wahrscheinlich noch so einiges mehr. Dass aber Aprikosen, die sich so klein und haesslich fuehlen, als Nektarinen tarnen muessten, haette ich trotzdem nicht gedacht.

Und wer jetzt den Sinn gefunden und eingefangen hat, darf ihn behalten, sich sein Leben lang mit Ruhm und Ehre schmuecken und hundert virtuelle Punkte sein Eigen nennen. Gratulation!

Und nun kommt die Vernunft angeschlichen und sagt: Du hast nur noch achtunddreissig Minuten Internet und schon jetzt keine Zeit mehr fuer Fotos, also solltest du dich beeilen, dass du wenigstens den Artikel fertig bekommst! Und wie so oft hat sie Recht.

Also: FRASER ISLAND!! Ich bin zurueck und fuehl mich sauwohl, habe gelacht, geschwitzt und genossen. Man, waren das tolle drei Tage!

Montag morgen dachte ich erstmal, dass der Bus mich vergessen hat, als er dann 9 Uhr eintrudelte, obwohl er 8 Uhr da sein sollte. Ein kleiner Minibus mit 20 Plaetzen, gepimt und auf eine LKW-Karosserie gesteckt mit dicken breiten Reifen und sehr hoch. (Wem ist aufgefallen, dass in diesem Satz das Verb gefehlt hat?! Nochmal hundert Punkte.) Am Rainbow Beach sollten wir noch ein paar weitere Leute einsammeln, aber auf dem Weg dahin haben wir erstmal Kaenguruhs gesehen und mussten auch sofort stoppen (Fotos folgen). Prima war das! Ueberhaupt wurde mir da schon bewusst, dass unser Tourguide mit seinen 36 Jahren extrem locker drauf und einfach nur zum Schiessen war. Nachdem unsere Gruppe mit 17 mehr oder weniger jungen Leuten (ein Opa, der bestimmt nur Aersche gucken wollte) komplett war, ging es erstmal zum Bottleshop um Alkohol zu kaufen. Schliesslich ist das auf Fraser Island schlecht und wir mussten ja fuer drei Tage und zwei Naechte gewappnet sein. Dann ging es (im wahrsten Sinne des Wortes) ueber Stock und Stein zu einer schmalen Landzunge, an der die Faehre zu Fraser Island anlegte. Rauf mit dem Bus (der sowieso ueberall drueber fahren kann) und in 10 Minuten waren wir auch schon drueben (zwischendurch sind ein paar Delfine rumgehupft). Dann ging es queeeeeeer am Strand lang. Mit dem Bus. Am Strand. Dort gibt es naemlich keine Strassen. Keine geteerten. Die meist befahrene Strasse ist der Strand. Kreuz und quer, wie es halt im hohen Sand passt. Bei Ebbe ist das auch angenehm, bei Flut ist man nur mit Springen beschaeftigt (sowohl der Bus als auch die Insassen). Das brachte so ein bisschen den Abenteuer-Flair rueber (jede Fahrt mit dem Bus). Dann ging es auf eine Schotterpiste im Inland, dann wieder raus auf den Strand und erstmal schnell ab ins „Hostel“. Und das ist schon luxerioes was wir dort hatten. Feine Acht-Bett-Zimmer mit grosser Terasse, eigenem Bad und daneben unser Beachhouse mit Blick aufs Meer (natuerlich), in dem wir gegessen, gelacht und geredet haben. Dann gab es da erstmal Lunch (leckere Sandwichs zum selber belegen).

Ach so, vielleich sollte ich mal kurz erwaehnen, dass Fraser Island (die grosste Sandinsel der Welt) 126 km lang und 14 km breit ist. So, weiter: Nach dem Lunch ab in den Bus (dort faehrt man fast alles) und ab am 75 Mile-Beach (100 Punkte fuer den, der erkannt hat, dass 126 km etwa 75 Meilen sind und damit die gesamte Ostkueste umfasst wird). Dort sind wir langgebrettert mit dem Bus, zwischendurch mal laessig angehalten, weil da irgendwo im Wasser Wale rumschwommen (fuenf oder sechs die nur die ganze Zeit geschnaubt haben). Ach ja, Baden kann man da im Meer nirgendwo (zumindest nicht an der Ostkueste und an der Westkueste waren wir nicht, weil man da so schlecht hinkommt), weil da ueberall Haie sind (wir konnten uns spaeter selber davon ueberzeugen). Den ersten Stopp machten wir an Eli Creek. Das ist eine Quelle, die irgendwo entspringt und dann zum Meer laeuft. Wahnsinnig sauberes und klares Wasser, knie- bis huefthoch und mit ganz leichter Stroemung. Ein Bretterpfad fuehrte zu einer Einstiegsstelle (ca 150 Meter vom Meer entfernt) und dort konnte man rein und zum Meer laufen oder sich einfach treiben lassen. Ach, war das geil. So sauberes Wasser (und vor allem suess), ein paar Fischchen zwischendurch, aber eigentlich musste man sich einfach nur hinlegen und warten bis man kurz vor dem Meer ankommt. Geil. Dann ging es weiter, vorbei an einem Schiffswrack (spaeter mehr) zu Indian Heads. Indien Heads ist ein riesiger Felsen, der groesste dort, der frueher einmal (ewig her) ein Vulkan war und der ganze Sand hat ihn in das Meer gedrueckt und dadurch ist nur noch eine Haelfte da und er ist erloschen und jetzt kann man drauf rumklettern. Der ganze Sand von Fraser Island kommt uebrigens von New South Wales und wurde dort (warum auch immer genau da) angespuelt. Hab vergessen wie alt, aber ewig alt. Und es kommt staendig neuer Sand hinzu! Pro Jahr waechst die Insel um einen ganzen Milimeter! Naja, wir sind auf jeden Fall auf Indian Heads hoch (heisst so, weil irgendwas mit Aborigines, die das als irgendwas benutzt haben (man kann sich ja nich alles merken)) hoch gelaufen. Geile Aussicht. Ins Landesinnere hat man Wuesten, Waelder und Wasser gesehen, in die andere Richtung den endlosen Ozean und eine extrem hohe Klippe. Und von der Klippe konnten wir runtergucken und die Schatten der Haie unter Wasser sehen. Geil! Zwischendurch kam mal eine Turtle hochgetaucht. Alles in allem sehr beindruckend.

Mit Staerkung durch einen Apfel ging es dann weiter zum Schiffswrack. Das hoert sich uebrigens alles so schnell hintereinander an, wars aber nicht. Gerade bei Flut dauert es ewig am Strand langzufahren, weil der Sand so tief und die Wellen so weit reingehen (und schliesslich ist ein Bus auch immer nur ein Buss und kein Schiff). DIe Geschichte zum Schiffswrack hab ich vergessen, aber toll sah es schon aus. Dann ging es zurueck Richtung Hostel, zwischendurch noch zweimal angehalten, weil Dingos am Strand rumliefen. Ganz suess und waren ganz abgemagert, aber man muss ganz viel bezahlen, wenn man beim Fuettern erwischt wird. Hab aber tolle Fotos gemacht! Auf dem Weg zum Indian Haeds sind wir uebrigens an einem Auto vorbeigekommen, was im Sand stecken geblieben war mitsamt Familie. Wir konnten die allerdings nicht rausziehen, weil wir dann selbst nicht mehr losgekommen waeren. Fuer so was gibt es Ranger, die da rumfahren. Und genau im gleichen Moment wie wir ueberholt ein Ranger das Auto. Und faehrt weiter! Ohne anzuhalten. Das ist sein Job und er hat gesehen, dass die anderen stecken geblieben sind und faehrt weiter. Der Hammer! Naja, auf dem Rueckweg waren sie nicht mehr da, also ist wohl alles gut gegangen. Uebrigens frag ich mich gerade, wie man denn so einen Ranger erreichen kann oder ob man einfach wartet. Weil Handy geht dort nicht (vielleicht gibt es spezielle Nummern, die doch funktionieren?!), vielleicht haben die ja Funk?! Wie auch immer …

Zurueck im Hostel gab es dann erstmal lecker Dinner (nach einer lang ersehnten Dusche). BBQ mit Salaten, Sausages, Steaks und sogar Kaenguruh! Und das war lecker, ein bisschen wie Lamm, aber nicht ganz so streng. Aber echt toll! Abends haben wir dann im Beachhouse abgehangen, dort kostenlos Pool gespielt, getrunken und gelabert. Generell war unsere Truppe echt genial! Lustig, spontan, offen. Hat echt Fun gemacht und von 17 waren 5 (!) Deutsche dabei. Nun ja. War aber trotzdem ok. Spaeter sind wir dann in den Pub gegangen. Ja, in den Pub! Auf einer Sandinsel ohne grossartige Zivilisation (die einzigen Haeuser sind wirklich direkt am Strand hinter den Duenen und nur mit dem noetigsten ausgestattet) und befestige Strassen. Zum Glueck war der gleich 5 Minuten neben uns (sowie das Zentrum der Insel bestehend aus einem Shop, der alles hat und einer Unterkunft mit Tennisplatz (ich frage mich, wer auf Fraser Island Tennis spielen will)). Gruselig war es trotzdem im Dunkeln und mit dem Gewissen, dass die giftigsten Spinnen und Schlangen der Welt dort leben. Der Pub erwies sich allerdings als echt schlecht, leer, schlechte Musik und voellig ueberteuert (klar als Monopol). Ein Kicker stand dort! Der gleiche Roberto wie in Brisbane, aber keiner wollte spielen, hat aber auch nichts gemacht. Eigentlich waren wie alle ganz schoen knuelle, so ein Tag in der prallen Sonne schlaucht eben doch. Apropos Sonne: Mit meinem Sonnenbrand ist alles gut gegangen, das Zeug aus der Apotheke hat gut geholfen. Ich glaube zwar nicht, dass ich den Streifen von der Bordshorts jemals wieder losbekomme, aber es tut nichts mehr weh. (ausser meine Hautaufschuerfungen vom Surfen, aber das ist eine andere Geschichte) Naja, nach nicht allzu langer Zeit haben wir es dann auch bevorzugt heim und ins Bett zu gehen.

Tag Nummer zwei und quasi Dienstag: 7.30 wurden wir durch eine laute Klingel geweckt, was uns bedeuten sollte, schleunigst zum Fruehstueck zu kommen (gelaeutet wurde sie mit groesster Freude von unserem Tourguide). Continental Breakfast zum Munter werden und dann ab in den Bus. Diesmal ging es kurzzeitig in die andere Richtung am Strand zu einem Billabong. Ein Billabong ist ein kleines Wasserloch, in welches man reinspringen und sich erfrischen konnte. Und man musste wirklich springen! Aber toll war es auch. Sah dreckig aus (liegt aber irgendwie an den Teepflanzen drumherum oder so), aber dafuer echt lustig. Alle hintereinander reingehupft (die Einstiegstelle war ein bisschen doof) und jeder musste dann dem anderen helfen wieder rauszukommen. Dass wir uebrigens die ganze Zeit nass waren hat keinen gestoert. Entweder wurden wir vorher von der Sonne getrocknet oder die Bussitze trockneten spaeter. Nach dem Billabong (Geheimplatz von Brett, unserem Tourguide, der da als Morgensport reingeht) ging es weiter zum Lake Boomjian oder Boomijan oder so (hab den Namen nicht parat). Wir waren die einzigen da. Und der See war rot. Kein Witz!! Hab schon wieder vergessen warum, aber der See war echt rot. Ging am Strand von weiss zu gelb, orange und schliesslich diefes dunkelrot rueber. Sah aus wie Blut ueberall. Und die Beine sahen unter Wasser vielleicht eklig aus. Aber total geniale Landschaft drumherum (werdet ihr dann auf den Fotos sehen). Sowieso faszinierend, wie auf einer Insel, die nur aus Sand besteht, so viel Gruen wachsen und Suesswasserseen entstehen koennen. Nach einem Sonnenbad ging es dann weiter an den Lake Birrabeen (uebrigens alles immer schoen mit Laufen verbunden, also der Sport kommt nicht zu kurz). Da hat uns Brett einfach mal an der einen Seite ausgesetzt und wir durften rueber zur gegenueberliegenden durch Gestruepp und sonstewas laufen. Die Strassen von See zu See gingen natuerlich nicht am Strand lang (man muss ja irgendwie zum See kommen), sondern durch das Innenland. Auf Sand. Tiefem Sand. Und eng. So eng, dass nur ein Auto Platz hat. Wenn also was entgegen kommt (was jetzt nicht soooo oft der Fall ist), muss man halt gucken wo man Platz findet um auszuweichen. Aber zum Glueck kann man da ja gar nicht so schnell fahren,d ass man es erst zu spaet sehen wuerde. Zwischendurch machten wir natuerlich auch immer mal kleine Stopps, wenn Brett uns Pflanzen zeigen wollte, die die Aborigines fuer was weiss ich benutzt haben und gut riechen oder so. Einfach aus dem Fenster gehangen udn Zweige abgerupft (tztz… wenn das ein Ranger sieht. Verboten!). Ja, an der anderen Seite des Lake Birrabeen angekommen, wartete Brett schon mit Lunch (wieder leckere Sandwichs). Danach ging es ab ins kristallklare Wasser. Wirklich kristallklar! Man konnte alles sehen. Genial! Wie im Film oder auf Postkarten. War echt so hammergeil. Den ganzen Nachmittag haben wir dort verbracht und natuerlich auch etwas fuer unsere Braeune getan. Spaeter ging es dann zur Central Station (heisst so, mitten drin halt) zu einem Rainforest Walk. Da hat uns Brett auch mal wieder alleine durchgejagt (ohne nicht vorher ganz viel interessantes zu erzaehlen). Knapp 2 km konnten wir uns dann Zeit lassen und den Regenwald erkunden. Der Pfad verlief ganz idyllisch neben einen Quelle mit wieder mal ganz klarem Wasser. Natur pur! Sowieso ueberall auf Fraser Island. Dann ging es heim (gegen 6, spaeter sollte man nicht kommen, weil Dunkelheit grueslig und gefaehrlich ist). Spaghetti Bolognese als Dinner, danach Trinkspielchen, da wir bis um 12 Uhr warten mussten, weil Jessica (einer der Deutschen) dann 21 wurde. Zum Anstossen gab es natuerlich eine Flasche Sekt (die ich noch schnell vorher im Shop nebenan, wo es alles gibt, fuer Unmengen an Dollar erworben habe).

Tag 3, Mittwoch, heute begann erneut 7.30 (2.30 Uhr ins Bett). Macht aber allerdings nichts. Wir sind jung und muessen da durch ;o) Nach dem Fruehstueck hiess es leider schon packen, aber es sollte noch zu einem letzten Stop gehen: Lake Wabby. Brett hat uns mal wieder irgendwo rausgeschmissen (diesmal direkt am Meer) und wir wurden von einem anderen Maedel gefuehrt. Naja, 1,8 km standen uns bevor. 800 Meter auf Sand durch Gestruepp und Baeume, einen ganzen vollen endlos langen Kilometer durch Wueste. Wueste!! Sand, Sand und noch mehr Sand. Ueberall. Kein Schatten. Nichts. Hoch und runter. Man, ging das in die Beine. Hinzu ging es ja noch, weil es frueh und der Sand nicht heiss war, aber rueckzu (ja, wir mussten spaeter alles wieder zurueck). Der Sand war so heiss und es ist so anstrengend mit Flip Flops im Sand zu laufen (meine haben das auch uebrigens nur mit schwersten Verletzungen ueberlegt). Ich werde mir demnaechst mal neue kaufen. Naja, irgendwann kamen wir dann am Lake Wabby an und das hat sich echt gelohnt! Mitten im Sand gab es einen See, gleich einer Oase, der auf der anderen Seite an Wald grenzte. Nur waren wir gefuehlte 100 Meter ueber dem See. Unter uns Sand. Duene. Berg. Tief. Also Bodyboard rausgeholt und runter gebrettert (mit lautem Schreien). Aber wirklich jeder hat mit gemacht (gut, ich war die Letzte), aber es war voll Fun! Und der See Erfrischung pur. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad ging es dann also wieder zurueck, ein letztes Mal ins Hostel zum Lunch und dann ab wieder zum Festland. Mit einem lachendem und einem weinenden Auge bin ich gegangen (schliesslich habe ich hier mein Internet wieder). Aber die Erfahrung war einfach nur der Hammer! Solche drei geilen Tage. So eine geile Truppe (auch wenn man sich nur fuer drei Tage kennt, man hockt ja 24 Stunden am Tag aufeinander). War auf jeden Fall total toll und ich freue mich schon auf die Whitsundays, wenn mich aehnliches erwarten wird.

Uff. Das war ein langer Artikel (zwischendurch Internetzeit neue aufgeladen). Morgen geht es erstmal fuer eine Nacht nach Hervey Bay und am Freitag endlich Town of 1770 zum Surfen. Juhhuu!!

Nun gut, ich versuche es jetzt einfach mal mit Fotos. Sind noch ein paar von Noosa dabei und leider kann ich keine Bildunterschriften einfuegen. Aber ihr koennt ja raten und drunter schreiben, was es sein koennte ;o)

 

Ach scheisse mit der Scheisse hier. Hatte noch nicht mal alle ausgewaehlt und meine zwei Stunden sind schon fast rum. Ausserdem war ich schon fast mit Tag 2 fertig und dann hab ich eine falsche Taste gedrueckt und alle ausgewaehlten Bilder waren weg. Ich mach das morgen in Hervey Bay in Ruhe (mit hoffentlich schnellerem Rechner). Hab jetzt eh nur noch 11 Minuten uebrig und schaff eh nichts mehr. Tut mir ja leid. Bilder dann also morgen. Artikel ist fertig, da bin ich schon mal froh drueber …

Oktober 22, 2008 at 1:46 pm 1 Kommentar

Vom Regen verfolgt, die Zweite!

Gerade im – eigentlich – wunderschoenen Noosa angekommen, regnet es wie aus Eimern. Nein, wie aus Kuebeln! Eigentlich sogar noch schlimmer, der gleiche Regen, den ich gestern Abend in Brisbane hatte.

Uebrigens bin ich in Brisbane natuerlich nicht lange allein geblieben. Hab mich noch am ersten Abend mit einem kanadischen Paerchen angefreundet und Zeit mit denen verbracht. Am zweiten Morgen hab ich dann auch gleich mal den Tisch dort getestet. Hatte ich das erwaehnt?! Dass in dem Hostel der erste Kicker steht, den ich in Australien gesehen habe?! Auf jeden Fall stand er da und ich war ja so, so happy – mal davon abgesehen, dass er eine Glasplatte hatte und die Baelle damit schon mal fuern Arsch waren. Aber hey, ein Roberto mit Teleskopstangen. Ansonsten nicht schlecht! Naja, hab mich dann auch gleich mal von dem Canadier abziehen lassen, hat aber trotzdem Spass gemacht und die Basics kann ich noch.

Ja und gestern … gestern bin ich zur Southbank gelaufen (ich bin mir ueber das Geschlecht dieses Wortes nicht so ganz sicher), ein Stadtteil von Brisbane, der auf der anderen Seite des Flusses liegt. Soll so wohl das Vergnuegungsstueck sein mit Museen, Bibliothek, Riesenrad, Faehren und kuenstlichen angelegten Straenden, genannt „Lagunen“. Nachdem ich mich fleissig im Museum gebildet hatte (war echt interessant, ganz viele australische Tiere), hab ich mich dann mitten irgendwo ins Gras gelegt und mich gebraeunt (und hatte am Abend an den Armen wieder die roten Pusteln wie nach meinem ersten Sonnenbad, heute ist aber alles wieder normal). Dann bin ich auf dem Rueckweg nochmal an der Bibliothek vorbei, kurz ins Internet (20 Minuten free) um dann den langen Weg nach Hause zu laufen. Aber die Strecke wurde mir versuesst durch einen lieben Anruf von Juulz ;o)

Dann bin ich in den Woolworth rein, weil ich mal wieder lecker Gemuese kochen wollte (hab ich spaeter auch mit Mini-Oktopus und Prawns) und komme wieder raus und die Welt schien gerade unter zu gehen. In normalem Lauftempo braucht man etwa 7 Minuten von Woolworth bis zum Hostel. Ich bin gerannt (mit schwerem Rucksack und zwei Tueten mit Gemuese), kam schnaubend am Hostel an und war von oben bis unten klatschnass. Aber wirklich nass! Zum Glueck hatte ich meine Bordshorts und drunter Bikini an (der immernoch nass ist). Mein Cappi, was ich aufhatte, hat noch etwa zwei Stunden spaeter vor sich hingetropft. Nun ja. Nach einer warmen Dusche war ich dann mit dem kanadischen Paerchen was trinken um dann ins Bett zu gehen. Der Regen liess dann in der Nacht nach und heute morgen war alles trocken. Zwar noch ein wenig bewoelkt, aber ich dachte, dass es jetzt wieder schoener wird. Nichts da. Ich komme in Noosa an und es geht los. Soll wohl auch erst seit heute sein. Hach, habe ich ein Glueck ;o)

Naja, das Beste draus machen (was man auch immer bei dem Wetter machen kann) … und hoffen, dass es besser wird.

Das Hostel in Noosa macht erstmal einen ganz schoenen Eindruck (obwohl es in meinem Raum keine Steckdosen und keine Deckenlampe gibt). Nur ein kleines Laempchen an einer Wand ueber einem Doppelstockbett. An den Schalter kommt auch nur derjenige, der oben wohnt. Naja. Wird schon. Ich glaube Noosa wird mir – bei schoenem Wetter – gefallen. Der Strand ist zwar ein ganzes Stueck weg, aber es gibt Shuttle-Busse und wir liegen am Noosa-RIver mit ganz vielen Sandbaenken und so.

Wird schon, wird schon. Wie ist das Wetter in Deutschland? Ist es schon unter die 0 Grad gegangen?

Oktober 16, 2008 at 6:40 am 3 Kommentare

Surfer’s Paradise …

ist nur der Name und nicht wirklich das Paradies, aber es hat seine Reize.

Nachdem ich Sonntag morgen mit knirschenden Zaehnen Byron Bay verlassen habe – denn ich hatte mich echt in den Strand verliebt – da das Wetter mit meiner Abreise besser wurde, habe ich mich auf nach Surfers Paradise und damit Queensland, einen Staat weiter oben mit Hauptstadt Brisbane, gemacht. Hier gibt es keine Zeitumstellung, die Queenslaender sind dafuer zu faul, d.h. zu Deutschland sind es momentan nur wieder acht Stunden.

Zusammen mit einem niederlaendischen Maedel, die allerdings von Norden her kam, bin ich in das gleiche Hostel eingecheckt, welches uns beide erstmal einen Schrecken eingejagt hat. Auf den ersten Blick wirkt es naemlich ziemlich, ziemlich dreckig, eklig und vor allem mickrig. Wir kamen beide in einer 6er-Zimmer, welches den Raum einer geraeumigen Einmannzelle ausmachte, in welchem es keinen Schrank, keinen Muelleimer, keine zu oeffnenden Fenster gab. Prima! Laune im Keller. Bad war nebenan, kein Waschbecken in der Klozelle, nur ein 20 cm mal 5,5 cm grosses neben der Dusche. Und promt oeffnete sich eine andere Tuer und ich stellte fest, dass dieses Bad noch mit einem weiteren Zimmer zu teilen war. Ach, ich vergass unser erstes Problem: Das Hostel war nicht direkt in Surfers Paradise, sondern in Southport, gefuehlte drei Stunden entfernt. Nun ja, aber wir wurden vom Shuttle-Bus abgeholt und ich werde morgen auch wieder damit zum Bus gefahren.

Der Grund, warum ich dieses Hostel gebucht hatte, war der tolle Flyer, den ich Byron Bay gesehen habe. Mit den Fotos auf eben jenem hat das Hostel so viel gemeinsam wie ein durch das Outback huepfendes Kaenguruh und ein Gipfelkreuz in den Alpen (ok, doofer Vergleich, macht aber nichts). Einen Tag spaeter stellte sich dann jedoch heraus, dass anscheinend nur unser Zimmer auf dem Stand einer chinesischen 8-Kopf-Familie von 1987 war. Als ich in andere Zimmer hineinlugte, erkannte ich doch etwas von Zivilisation und sogar Aesthetik.

Nun gut, so viel zum Hostel, ich muss mich beeilen, denn in dem tollen Hostel kosten 20 Minuten Internet $2 – so viel wie noch nie. DIe tolle angekuendigte TV und DVD-Lounge stellte sich uebrigens als Fernseher mit einem Kanal und DVD’s zu leihen fuer $3 heraus. Auch toll. Nun gut, im Endeffekt hat es hier alles einen Kuschelfaktor und auch wenn ich nie auch nur einen Fussnagel in den Pool halten wuerde, kann man hier fuer zwei Naechte leben.

Aber zu Surfers Paradise. Oder vielmehr Southport. An sich ist das hier alles ganz kuhl gelegen, man weiss nie ob man am Meer oder am Fluss ist (ich habe schon versehentlich zwei mal den Fluss fuer ein sehr ruhiges Meer gehalten). Der Fluss ist breit und geht ueberall durch und alles scheint auf riesigen Inseln gebaut zu sein. Und das ist der erste Ort, an dem Wolkenkratzer nur so aus dem Boden schiessen. Ich meine Hotels. Fuer Australier, die Urlaub machen. Ja, es sieht aus wie an der Kueste in Spanien oder sonstwo und deshalb gefaellt es mir auch nicht sooo gut. Zudem fuehlt man sich momentan wie im Kaefig, da in zwei Wochen hier ein grosses Autorennen stattfindet und ueberall gebaut und was weiss ich gemacht wird.

Mist, noch 5 Minuten. Gestern war ich also mit der Hollaenderin nur in Sothport unterwegs, nur um festzustellen, dass am Sonntag alles um 18 Uhr zu macht (obwohl doch alles immer auf hat). Doof war das und deshalb gab es auch nicht viel zu machen.

Sie ist heute auch gleich weitergefahren, ich bin in die Stadt und war .. shoppen. Schrecklich ist das. Es ist alles so toll und ich weiss nicht wie ich das irgendwann mal schleppen soll. Naja. ACh, by the way, das Wetter ist jetzt natuerlich wieder gut. NACHDEM ich Byron Bay verlassen hab.

Dann habe ich meine ersten Surfstunden gebucht, hatte jetzt doch mal Lust drauf und mir dazu passend eine neue Bordshorts gekauft. DIe Stunden habe ich dann in Noosa am 17. Oct. Am 16. komme ich dort an, nachdem es morgen fuer zwei Naechte nach Brisbane geht.

Mist. Internet alle. Rest kommt morgen. Sonst, geht noch der ganze ARtikel floeten.

Stichpunkte: Strand. Kugelfisch. Bruecke. 3 Stunden. Oder so.

Oktober 13, 2008 at 3:38 pm 3 Kommentare


November 2017
M D M D F S S
« Jul    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930