Posts tagged ‘ByronBay’

Surfer’s Paradise …

ist nur der Name und nicht wirklich das Paradies, aber es hat seine Reize.

Nachdem ich Sonntag morgen mit knirschenden Zaehnen Byron Bay verlassen habe – denn ich hatte mich echt in den Strand verliebt – da das Wetter mit meiner Abreise besser wurde, habe ich mich auf nach Surfers Paradise und damit Queensland, einen Staat weiter oben mit Hauptstadt Brisbane, gemacht. Hier gibt es keine Zeitumstellung, die Queenslaender sind dafuer zu faul, d.h. zu Deutschland sind es momentan nur wieder acht Stunden.

Zusammen mit einem niederlaendischen Maedel, die allerdings von Norden her kam, bin ich in das gleiche Hostel eingecheckt, welches uns beide erstmal einen Schrecken eingejagt hat. Auf den ersten Blick wirkt es naemlich ziemlich, ziemlich dreckig, eklig und vor allem mickrig. Wir kamen beide in einer 6er-Zimmer, welches den Raum einer geraeumigen Einmannzelle ausmachte, in welchem es keinen Schrank, keinen Muelleimer, keine zu oeffnenden Fenster gab. Prima! Laune im Keller. Bad war nebenan, kein Waschbecken in der Klozelle, nur ein 20 cm mal 5,5 cm grosses neben der Dusche. Und promt oeffnete sich eine andere Tuer und ich stellte fest, dass dieses Bad noch mit einem weiteren Zimmer zu teilen war. Ach, ich vergass unser erstes Problem: Das Hostel war nicht direkt in Surfers Paradise, sondern in Southport, gefuehlte drei Stunden entfernt. Nun ja, aber wir wurden vom Shuttle-Bus abgeholt und ich werde morgen auch wieder damit zum Bus gefahren.

Der Grund, warum ich dieses Hostel gebucht hatte, war der tolle Flyer, den ich Byron Bay gesehen habe. Mit den Fotos auf eben jenem hat das Hostel so viel gemeinsam wie ein durch das Outback huepfendes Kaenguruh und ein Gipfelkreuz in den Alpen (ok, doofer Vergleich, macht aber nichts). Einen Tag spaeter stellte sich dann jedoch heraus, dass anscheinend nur unser Zimmer auf dem Stand einer chinesischen 8-Kopf-Familie von 1987 war. Als ich in andere Zimmer hineinlugte, erkannte ich doch etwas von Zivilisation und sogar Aesthetik.

Nun gut, so viel zum Hostel, ich muss mich beeilen, denn in dem tollen Hostel kosten 20 Minuten Internet $2 – so viel wie noch nie. DIe tolle angekuendigte TV und DVD-Lounge stellte sich uebrigens als Fernseher mit einem Kanal und DVD’s zu leihen fuer $3 heraus. Auch toll. Nun gut, im Endeffekt hat es hier alles einen Kuschelfaktor und auch wenn ich nie auch nur einen Fussnagel in den Pool halten wuerde, kann man hier fuer zwei Naechte leben.

Aber zu Surfers Paradise. Oder vielmehr Southport. An sich ist das hier alles ganz kuhl gelegen, man weiss nie ob man am Meer oder am Fluss ist (ich habe schon versehentlich zwei mal den Fluss fuer ein sehr ruhiges Meer gehalten). Der Fluss ist breit und geht ueberall durch und alles scheint auf riesigen Inseln gebaut zu sein. Und das ist der erste Ort, an dem Wolkenkratzer nur so aus dem Boden schiessen. Ich meine Hotels. Fuer Australier, die Urlaub machen. Ja, es sieht aus wie an der Kueste in Spanien oder sonstwo und deshalb gefaellt es mir auch nicht sooo gut. Zudem fuehlt man sich momentan wie im Kaefig, da in zwei Wochen hier ein grosses Autorennen stattfindet und ueberall gebaut und was weiss ich gemacht wird.

Mist, noch 5 Minuten. Gestern war ich also mit der Hollaenderin nur in Sothport unterwegs, nur um festzustellen, dass am Sonntag alles um 18 Uhr zu macht (obwohl doch alles immer auf hat). Doof war das und deshalb gab es auch nicht viel zu machen.

Sie ist heute auch gleich weitergefahren, ich bin in die Stadt und war .. shoppen. Schrecklich ist das. Es ist alles so toll und ich weiss nicht wie ich das irgendwann mal schleppen soll. Naja. ACh, by the way, das Wetter ist jetzt natuerlich wieder gut. NACHDEM ich Byron Bay verlassen hab.

Dann habe ich meine ersten Surfstunden gebucht, hatte jetzt doch mal Lust drauf und mir dazu passend eine neue Bordshorts gekauft. DIe Stunden habe ich dann in Noosa am 17. Oct. Am 16. komme ich dort an, nachdem es morgen fuer zwei Naechte nach Brisbane geht.

Mist. Internet alle. Rest kommt morgen. Sonst, geht noch der ganze ARtikel floeten.

Stichpunkte: Strand. Kugelfisch. Bruecke. 3 Stunden. Oder so.

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Oktober 13, 2008 at 3:38 pm 3 Kommentare

Vom Regen verfolgt …

Grml. Eine gute Einleitung fuer einen von Pessimimus begleiteten Beitrag, der sich dahin schleichen wird wie eine Boa Constricta auf Nahrungssuche. Doch wider allen Erwarten wird er nicht zuschlagen und gemuetlich sein Mahl vertilgen, denn: es gibt nichts zum Zuschlagen!

Ok, wer jetzt mit einem grossen blinkendem Fragenzeichen ueber dem Kopf an seinem Rechner sitzt, dem sei vergeben. Als Erklaerung fuer meine wuestre Wortwahl sei anzumerken, dass ich die letzte Zeit wohl zu viel gelesen habe. In dem Hostel in Nimbin habe ich naemlich ein interessantes deutsches Buch entdeckt, welches ich gerade verschlinge. Mit dem Namen „Fruehstueck mit Kaengaruhs“ leuchtet einem doch auch sehr schnell ein um was es geht. Es ist ein Reisebericht von einem Amerikaner, dessen – so leid es mir tut – Name ich vergessen habe (aber er soll doch ziemlich bekannt sein mit viel anderer Reiselektuere). Und er beschreibt seinen Trip durch Australien, untermalert mit vielen unglaublich amuesanten Geschichtchen, die er irgendwo aufschnappt oder von irgendwoher hoert. Zusammen mit interessanten Geschichtshintergruenden ueber alles nur erdenklich moegliche ueber Australien wird daraus ein wirklich spannendes Buch. Und das lese ich momentan. So ziemlich fast den ganzen Tag und bald ist es zu Ende. Grml.

Aber was soll ich hier auch anders machen? Der Regen treibt mich in den Wahnsinn. Von sechs Urlaubstagen bis zum heutigen Tage hatte ich zwei wunderschoene, einen mittelmaessigen und drei Heute-Bleibe-Ich-Lieber-Zu-Haus-Und-Mache-Gar-Nichts-Tage. Und in eben diesen Tagen habe ich die muehsaeligen und niemals enden wollenden Stunden mit Lesen und Schlafen zugebracht. Schrecklich langweilig und uninteressant (ausser regelmaessig aufkommende Grunzer bei besonders lustigen Stellen im Buch). Ich hoffe nun imstaendig – und sende damit ein Gebet an den Wettergott – dass sich dieses doch bald aendern moege, da ich hier bin um was zu sehen und zu erleben. Allerdings sieht selbst der weisseste Strand mit dem tuerkisesten (komisches Wort) Wasser im Regen aus wie ein schlammiger Fluss in … oehm … bevor die Leute boese werden, hoere ich hier geschickterweise und ganz spontan auf ;o)

Neben Schlafen und Lesen habe ich den gestrigen Tag mit Shoppen verbracht, was fuer mich viel mehr heisst: In einen Laden reingehen, gefuehlte fuenfzigmal „ahs“ und „ohs“ von sich geben und ernuechtert wieder rausgehen (nach wiedermal gefuehlten drei Stunden), ohne auch nur irgendetwas gekauft zu haben, weil es einfach zu teuer ist. Gut, jeglicher Stopp auf meiner Reise ist ein Surfermekkha, aber da koennen doch bitte auch Laeden mit Preisen fuer Ottonormalverbraucher und nicht Schwerverdiener gebaut werden. Nur Markenklamotten! Ueberall! Billabong, RipCurl, Quicksilver, Volcom und wie sie alle heissen. Und die Sachen sind ja auch wirklich, wirklich schoen. Ich koennte den ganzen Laden leer kaufen. Aber habe kein Geld dazu. Ok, das Geld HAETTE ich schon, aber das wird ja noch fuer andere Dinge benoetigt.

Kurz zusammengefasst habe ich mir ein T-Shirt (fuer $15) und wunderschoene Holzohrringe mit Aborigini-Malereien gekauft (Jule und Doreen, ihr werdet vor Neid erblassen ;o)). Ja und heute wollte ich eigentlich zum Lighthouse, also zum Leuchtturm laufen, der wunderschoen sein soll und von dem aus man eine fantastische Sicht hat. Allerdings bin ich noch schwer am ueberlegen. Urspruenglich sollte mein Trip vom Strand direkt vor unserem Hostel beginnen, dann den ganzen Strand entlang und hoch zum Leuchtturm, ca  eine Stunde. Mit nassem Sand macht das aber nicht ganz so Spass, weshalb ich mir noch nicht so sicher bin. Aber da ich den halben Tag schon mit Lesen und Schlafen – wie unglaublich interessant – verbracht habe, muss ich mal raus. Ich will ja gar nicht zu Hause bleiben, aber was will man sonst anderes tun.

So, und nun habe ich auch noch das Wunder vollbracht, eine vollkommene Belanglosigkeit in einen derart langen Artikel zu verpacken, fuer den auch zwei Saetze gereicht haetten. Nein, sogar einer: Das Wetter ist totale Scheisse und deshalb bleibt mir keine andere Moeglichkeit, als zu Hause zu bleiben und zu lesen.

Der Wahnsinn oder? Ok, ich entschuldige mich nochmal fuer meinen Schreibwahn, alles Schuld von dem Buch. Iieh, boeses Buch, hoer auf damit.

;o)

Oktober 11, 2008 at 6:07 am 1 Kommentar

Port Macquarie, Byron Bay und Nimbin

Mir geht es immernoch gut (nur um das mal gesagt zu haben, weil ich den letzten Tag im Funkloch war)!

Los gehts wie immer von vorn: Montag war Ankunft in Port Macquarie zusammen mit einer Hollaenderin, die ich im Bus von Sydney kennen gelernt und heute zufaellig in Nimbin (dazu spaeter mehr) wieder getroffen habe. Nachdem wir in die Hostels eingecheckt haben, sind wir zum Koala Hospital gelaufen und ja, da werden kranke Koalas behandelt. Das war ganz traurig! Da war eine Koala-Dame, die war schon ganz alt und hatte es mit der Huefte. Und ein blindes Koala! Und ein fast verbranntes. Naja, auf dem Weg kam uns auch gleich eins entgegen gehoppelt (die rennen wie Hasen), wahrscheinlich ausgebuechst. Fotos kommen. Sonst verlief der Montag relativ ruhig, Pizza gegessen, Film geschaut.

Dienstag dann an den Strand dort, Delfine beim Fische fangen beobachtet (aber kein brauchbares Foto bekommen, meine Kamera ist einfach zu langsam). Dann nachmittags Abfahrt nach Byron Bay, den ganzen schoenen Tag im Bus verbracht. Abends gegen 21 Uhr dort angekommen, mit zwei Kumpels aus Sydney wiedergetroffen und was Trinken gegangen. Nichts grosses …

Mittwoch, also gestern, sind wir mit dem Bus auf nach Nimbin (meinen grossen Rucksack hab ich im Hostel in Byron Bay gelassen). Nimbin ist eine Hippie-Stadt, alles bunt und smoove, richtig relaxt. Eine Nacht sind wir dann dort geblieben und die Landschaft ist einfach traumhaft. Anderthalb Stunden von Byron Bay ins Landesinnere, ganz viele Berge, alles gruen und einfach schoen. „Laubwaelder“ wechseln sich ab mit Palmen. Unser Hostel war auch irgendwie am Ende der Welt, aber so was von schoen. Mit Pool zwischen Palmen und alles im Regenwald-Stil gehalten, echt traumhaft (Fotos kommen). Ja, viel haben wir dort auch nicht gemacht, ist halt zum chillen gedacht. Lecker Dinner gekocht, Film geschaut und den Ausblick genossen.

Heute ging es fuer mich dann zurueck nach Byron Bay, die Jungs bleiben noch einen Tag laenger. Aber vorher habe ich mir noch echte Hippie-Klamotten gekauft ;o) Nee, aber einfach ein langes luftiges Oberteil und eine lange luftige Hose. Abends ist es zwar warm, so dass man kurzaermelig rumlaufen koennte, aber Muecken gibt es auch hier. Dafuer sind die Klamotten wie gemacht. Und sind mal in einem ganz anderen Stil. Ansonsten ist alles fein, morgen werde ich mal was fuer meine Koerperbraeune machen – will heissen, mich an unseren weissen Traumstrand legen, der ganze 30 sec vom Hostel entfernt ist. Der Wahnsinn! Und wirklich traumhaft. Aber das ist ja erst der Anfang, das wird ja jetzt immer besser!

Nun gut, ach ich vergass zu erwaehnen, dass ich neben Koalas und Delfinen auch mein erstes Kaenguruh gesehen habe. Tot im Strassengraben. Ok, das ist nicht lustig, war aber trotzdem mein erstes ;o)

Mal schauen wie lang das Internet zum Fotos hochladen reicht …

Oktober 9, 2008 at 9:50 am 4 Kommentare

So schnell koennen sich Plaene aendern!

Ich bin nun nicht – wie geplant – in Tea Gardens, sondern in Port Macquarie. Aber alles der Reihe nach: Der Morgen fing schon gut an, als ich nicht wie vorgenommen 5.30 am, sondern erst 5.46 aufwachte. Mein Texi war um 6.15 am bestellt, also hiess es alles schnell und huschhusch. Normalerweise ist unsere Rezeption die ganze Nacht besetzt, aber ausgerechnet diese Nacht nicht, so dass niemand zum Auschecken da war. Nachdem ich meinen Kumpel, der an der Rezeption arbeitet, aus dem Bett geklingelt und festgestellt habe, dass mein Taxi nicht kommt, war es schon 6.20. Ich war puenktlich da, das Taxi nicht. Also hat er mich erstmal schnell ausgecheckt und ich auf der Strasse gestanden und auf ein Taxi gewartet. Nichts, gar nichts. Heute ist ja Public Holiday in New South Wales. Mein Kumpel hat in der Zeit zwei Taxis bestellt, keins kam. Inzwischen war es schon 6.30 und die Zeit wurde immer knapper (by the way, mein Bus sollte um 7 gehen, aber man soll eine halbe Stunde vorher da sein). Zum Glueck hat dann um 6.45 (ich war schon kurz vorm Ausrasten) ein Taxi gehalten, welches zwar jemanden drin hatte, mich aber freundlicherweise zur Central Station mitgenommen hat.

Alles in allem bin ich drei Minuten vor Abfahrt angekommen und alles war gut. Dann bin ich also Bus gefahren. Und gefahren. Und um 10.30 am kamen wir im nirgendwo an. Nur der Highway und ein riesiger Rock, in dem es Essen gab. Dort war Fruehstueckspause vorgesehen und gleichzeitig sollte es mein Stopp sein, naemlich Tea Gardens. Tea Gardens war aber noch ein Stueck weiter weg und dort gab es keine Busse oder Taxis. Der Busfahrer fragte mich dann, was ich denn da wolle, da das fuer Backpacker eigentlich nichts waere. Und er wuerde mir doch Port Macquarie empfehlen. Also bin ich spontan da hin gefahren, angekommen und wurde gleich von Leuten ueberrannt, die mir eine Unterkunft angeboten haben. Eine habe ich dann auch angenommen und nun sitze ich im … oehm .. hab den Namen von dem Hostel vergessen, naja, und hab erstmal mein Busticket aktualisiert. Und dann werde ich mich mal umgucken, ein bisschen rumlaufen und morgen mit dem gleichen Bus weiter an Byron Bay fahren. Soso.

Oktober 6, 2008 at 5:16 am 3 Kommentare


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