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Als Nektarinen getarnte Aprikosen …

sollte eigentlich die Ueberschrift fuer meinen letzten Artikel sein und passt jetzt gar nicht mehr. Wollte ich aber doch noch irgendwie einbringen, weil die gibt es hier naemlich. Ganz hinterhaeltig sind die und schaffen es sogar nach Nektarinen zu schmecken – wenn man den Geruechten glaubt, denn ich war zu mistrauisch um zu probieren. Australien ist ja dafuer bekannt, dass hier alles gross ist. Die Haie, die Strassen, das Outback, die Wueste, die Harbour Bridge, mein Po und wahrscheinlich noch so einiges mehr. Dass aber Aprikosen, die sich so klein und haesslich fuehlen, als Nektarinen tarnen muessten, haette ich trotzdem nicht gedacht.

Und wer jetzt den Sinn gefunden und eingefangen hat, darf ihn behalten, sich sein Leben lang mit Ruhm und Ehre schmuecken und hundert virtuelle Punkte sein Eigen nennen. Gratulation!

Und nun kommt die Vernunft angeschlichen und sagt: Du hast nur noch achtunddreissig Minuten Internet und schon jetzt keine Zeit mehr fuer Fotos, also solltest du dich beeilen, dass du wenigstens den Artikel fertig bekommst! Und wie so oft hat sie Recht.

Also: FRASER ISLAND!! Ich bin zurueck und fuehl mich sauwohl, habe gelacht, geschwitzt und genossen. Man, waren das tolle drei Tage!

Montag morgen dachte ich erstmal, dass der Bus mich vergessen hat, als er dann 9 Uhr eintrudelte, obwohl er 8 Uhr da sein sollte. Ein kleiner Minibus mit 20 Plaetzen, gepimt und auf eine LKW-Karosserie gesteckt mit dicken breiten Reifen und sehr hoch. (Wem ist aufgefallen, dass in diesem Satz das Verb gefehlt hat?! Nochmal hundert Punkte.) Am Rainbow Beach sollten wir noch ein paar weitere Leute einsammeln, aber auf dem Weg dahin haben wir erstmal Kaenguruhs gesehen und mussten auch sofort stoppen (Fotos folgen). Prima war das! Ueberhaupt wurde mir da schon bewusst, dass unser Tourguide mit seinen 36 Jahren extrem locker drauf und einfach nur zum Schiessen war. Nachdem unsere Gruppe mit 17 mehr oder weniger jungen Leuten (ein Opa, der bestimmt nur Aersche gucken wollte) komplett war, ging es erstmal zum Bottleshop um Alkohol zu kaufen. Schliesslich ist das auf Fraser Island schlecht und wir mussten ja fuer drei Tage und zwei Naechte gewappnet sein. Dann ging es (im wahrsten Sinne des Wortes) ueber Stock und Stein zu einer schmalen Landzunge, an der die Faehre zu Fraser Island anlegte. Rauf mit dem Bus (der sowieso ueberall drueber fahren kann) und in 10 Minuten waren wir auch schon drueben (zwischendurch sind ein paar Delfine rumgehupft). Dann ging es queeeeeeer am Strand lang. Mit dem Bus. Am Strand. Dort gibt es naemlich keine Strassen. Keine geteerten. Die meist befahrene Strasse ist der Strand. Kreuz und quer, wie es halt im hohen Sand passt. Bei Ebbe ist das auch angenehm, bei Flut ist man nur mit Springen beschaeftigt (sowohl der Bus als auch die Insassen). Das brachte so ein bisschen den Abenteuer-Flair rueber (jede Fahrt mit dem Bus). Dann ging es auf eine Schotterpiste im Inland, dann wieder raus auf den Strand und erstmal schnell ab ins „Hostel“. Und das ist schon luxerioes was wir dort hatten. Feine Acht-Bett-Zimmer mit grosser Terasse, eigenem Bad und daneben unser Beachhouse mit Blick aufs Meer (natuerlich), in dem wir gegessen, gelacht und geredet haben. Dann gab es da erstmal Lunch (leckere Sandwichs zum selber belegen).

Ach so, vielleich sollte ich mal kurz erwaehnen, dass Fraser Island (die grosste Sandinsel der Welt) 126 km lang und 14 km breit ist. So, weiter: Nach dem Lunch ab in den Bus (dort faehrt man fast alles) und ab am 75 Mile-Beach (100 Punkte fuer den, der erkannt hat, dass 126 km etwa 75 Meilen sind und damit die gesamte Ostkueste umfasst wird). Dort sind wir langgebrettert mit dem Bus, zwischendurch mal laessig angehalten, weil da irgendwo im Wasser Wale rumschwommen (fuenf oder sechs die nur die ganze Zeit geschnaubt haben). Ach ja, Baden kann man da im Meer nirgendwo (zumindest nicht an der Ostkueste und an der Westkueste waren wir nicht, weil man da so schlecht hinkommt), weil da ueberall Haie sind (wir konnten uns spaeter selber davon ueberzeugen). Den ersten Stopp machten wir an Eli Creek. Das ist eine Quelle, die irgendwo entspringt und dann zum Meer laeuft. Wahnsinnig sauberes und klares Wasser, knie- bis huefthoch und mit ganz leichter Stroemung. Ein Bretterpfad fuehrte zu einer Einstiegsstelle (ca 150 Meter vom Meer entfernt) und dort konnte man rein und zum Meer laufen oder sich einfach treiben lassen. Ach, war das geil. So sauberes Wasser (und vor allem suess), ein paar Fischchen zwischendurch, aber eigentlich musste man sich einfach nur hinlegen und warten bis man kurz vor dem Meer ankommt. Geil. Dann ging es weiter, vorbei an einem Schiffswrack (spaeter mehr) zu Indian Heads. Indien Heads ist ein riesiger Felsen, der groesste dort, der frueher einmal (ewig her) ein Vulkan war und der ganze Sand hat ihn in das Meer gedrueckt und dadurch ist nur noch eine Haelfte da und er ist erloschen und jetzt kann man drauf rumklettern. Der ganze Sand von Fraser Island kommt uebrigens von New South Wales und wurde dort (warum auch immer genau da) angespuelt. Hab vergessen wie alt, aber ewig alt. Und es kommt staendig neuer Sand hinzu! Pro Jahr waechst die Insel um einen ganzen Milimeter! Naja, wir sind auf jeden Fall auf Indian Heads hoch (heisst so, weil irgendwas mit Aborigines, die das als irgendwas benutzt haben (man kann sich ja nich alles merken)) hoch gelaufen. Geile Aussicht. Ins Landesinnere hat man Wuesten, Waelder und Wasser gesehen, in die andere Richtung den endlosen Ozean und eine extrem hohe Klippe. Und von der Klippe konnten wir runtergucken und die Schatten der Haie unter Wasser sehen. Geil! Zwischendurch kam mal eine Turtle hochgetaucht. Alles in allem sehr beindruckend.

Mit Staerkung durch einen Apfel ging es dann weiter zum Schiffswrack. Das hoert sich uebrigens alles so schnell hintereinander an, wars aber nicht. Gerade bei Flut dauert es ewig am Strand langzufahren, weil der Sand so tief und die Wellen so weit reingehen (und schliesslich ist ein Bus auch immer nur ein Buss und kein Schiff). DIe Geschichte zum Schiffswrack hab ich vergessen, aber toll sah es schon aus. Dann ging es zurueck Richtung Hostel, zwischendurch noch zweimal angehalten, weil Dingos am Strand rumliefen. Ganz suess und waren ganz abgemagert, aber man muss ganz viel bezahlen, wenn man beim Fuettern erwischt wird. Hab aber tolle Fotos gemacht! Auf dem Weg zum Indian Haeds sind wir uebrigens an einem Auto vorbeigekommen, was im Sand stecken geblieben war mitsamt Familie. Wir konnten die allerdings nicht rausziehen, weil wir dann selbst nicht mehr losgekommen waeren. Fuer so was gibt es Ranger, die da rumfahren. Und genau im gleichen Moment wie wir ueberholt ein Ranger das Auto. Und faehrt weiter! Ohne anzuhalten. Das ist sein Job und er hat gesehen, dass die anderen stecken geblieben sind und faehrt weiter. Der Hammer! Naja, auf dem Rueckweg waren sie nicht mehr da, also ist wohl alles gut gegangen. Uebrigens frag ich mich gerade, wie man denn so einen Ranger erreichen kann oder ob man einfach wartet. Weil Handy geht dort nicht (vielleicht gibt es spezielle Nummern, die doch funktionieren?!), vielleicht haben die ja Funk?! Wie auch immer …

Zurueck im Hostel gab es dann erstmal lecker Dinner (nach einer lang ersehnten Dusche). BBQ mit Salaten, Sausages, Steaks und sogar Kaenguruh! Und das war lecker, ein bisschen wie Lamm, aber nicht ganz so streng. Aber echt toll! Abends haben wir dann im Beachhouse abgehangen, dort kostenlos Pool gespielt, getrunken und gelabert. Generell war unsere Truppe echt genial! Lustig, spontan, offen. Hat echt Fun gemacht und von 17 waren 5 (!) Deutsche dabei. Nun ja. War aber trotzdem ok. Spaeter sind wir dann in den Pub gegangen. Ja, in den Pub! Auf einer Sandinsel ohne grossartige Zivilisation (die einzigen Haeuser sind wirklich direkt am Strand hinter den Duenen und nur mit dem noetigsten ausgestattet) und befestige Strassen. Zum Glueck war der gleich 5 Minuten neben uns (sowie das Zentrum der Insel bestehend aus einem Shop, der alles hat und einer Unterkunft mit Tennisplatz (ich frage mich, wer auf Fraser Island Tennis spielen will)). Gruselig war es trotzdem im Dunkeln und mit dem Gewissen, dass die giftigsten Spinnen und Schlangen der Welt dort leben. Der Pub erwies sich allerdings als echt schlecht, leer, schlechte Musik und voellig ueberteuert (klar als Monopol). Ein Kicker stand dort! Der gleiche Roberto wie in Brisbane, aber keiner wollte spielen, hat aber auch nichts gemacht. Eigentlich waren wie alle ganz schoen knuelle, so ein Tag in der prallen Sonne schlaucht eben doch. Apropos Sonne: Mit meinem Sonnenbrand ist alles gut gegangen, das Zeug aus der Apotheke hat gut geholfen. Ich glaube zwar nicht, dass ich den Streifen von der Bordshorts jemals wieder losbekomme, aber es tut nichts mehr weh. (ausser meine Hautaufschuerfungen vom Surfen, aber das ist eine andere Geschichte) Naja, nach nicht allzu langer Zeit haben wir es dann auch bevorzugt heim und ins Bett zu gehen.

Tag Nummer zwei und quasi Dienstag: 7.30 wurden wir durch eine laute Klingel geweckt, was uns bedeuten sollte, schleunigst zum Fruehstueck zu kommen (gelaeutet wurde sie mit groesster Freude von unserem Tourguide). Continental Breakfast zum Munter werden und dann ab in den Bus. Diesmal ging es kurzzeitig in die andere Richtung am Strand zu einem Billabong. Ein Billabong ist ein kleines Wasserloch, in welches man reinspringen und sich erfrischen konnte. Und man musste wirklich springen! Aber toll war es auch. Sah dreckig aus (liegt aber irgendwie an den Teepflanzen drumherum oder so), aber dafuer echt lustig. Alle hintereinander reingehupft (die Einstiegstelle war ein bisschen doof) und jeder musste dann dem anderen helfen wieder rauszukommen. Dass wir uebrigens die ganze Zeit nass waren hat keinen gestoert. Entweder wurden wir vorher von der Sonne getrocknet oder die Bussitze trockneten spaeter. Nach dem Billabong (Geheimplatz von Brett, unserem Tourguide, der da als Morgensport reingeht) ging es weiter zum Lake Boomjian oder Boomijan oder so (hab den Namen nicht parat). Wir waren die einzigen da. Und der See war rot. Kein Witz!! Hab schon wieder vergessen warum, aber der See war echt rot. Ging am Strand von weiss zu gelb, orange und schliesslich diefes dunkelrot rueber. Sah aus wie Blut ueberall. Und die Beine sahen unter Wasser vielleicht eklig aus. Aber total geniale Landschaft drumherum (werdet ihr dann auf den Fotos sehen). Sowieso faszinierend, wie auf einer Insel, die nur aus Sand besteht, so viel Gruen wachsen und Suesswasserseen entstehen koennen. Nach einem Sonnenbad ging es dann weiter an den Lake Birrabeen (uebrigens alles immer schoen mit Laufen verbunden, also der Sport kommt nicht zu kurz). Da hat uns Brett einfach mal an der einen Seite ausgesetzt und wir durften rueber zur gegenueberliegenden durch Gestruepp und sonstewas laufen. Die Strassen von See zu See gingen natuerlich nicht am Strand lang (man muss ja irgendwie zum See kommen), sondern durch das Innenland. Auf Sand. Tiefem Sand. Und eng. So eng, dass nur ein Auto Platz hat. Wenn also was entgegen kommt (was jetzt nicht soooo oft der Fall ist), muss man halt gucken wo man Platz findet um auszuweichen. Aber zum Glueck kann man da ja gar nicht so schnell fahren,d ass man es erst zu spaet sehen wuerde. Zwischendurch machten wir natuerlich auch immer mal kleine Stopps, wenn Brett uns Pflanzen zeigen wollte, die die Aborigines fuer was weiss ich benutzt haben und gut riechen oder so. Einfach aus dem Fenster gehangen udn Zweige abgerupft (tztz… wenn das ein Ranger sieht. Verboten!). Ja, an der anderen Seite des Lake Birrabeen angekommen, wartete Brett schon mit Lunch (wieder leckere Sandwichs). Danach ging es ab ins kristallklare Wasser. Wirklich kristallklar! Man konnte alles sehen. Genial! Wie im Film oder auf Postkarten. War echt so hammergeil. Den ganzen Nachmittag haben wir dort verbracht und natuerlich auch etwas fuer unsere Braeune getan. Spaeter ging es dann zur Central Station (heisst so, mitten drin halt) zu einem Rainforest Walk. Da hat uns Brett auch mal wieder alleine durchgejagt (ohne nicht vorher ganz viel interessantes zu erzaehlen). Knapp 2 km konnten wir uns dann Zeit lassen und den Regenwald erkunden. Der Pfad verlief ganz idyllisch neben einen Quelle mit wieder mal ganz klarem Wasser. Natur pur! Sowieso ueberall auf Fraser Island. Dann ging es heim (gegen 6, spaeter sollte man nicht kommen, weil Dunkelheit grueslig und gefaehrlich ist). Spaghetti Bolognese als Dinner, danach Trinkspielchen, da wir bis um 12 Uhr warten mussten, weil Jessica (einer der Deutschen) dann 21 wurde. Zum Anstossen gab es natuerlich eine Flasche Sekt (die ich noch schnell vorher im Shop nebenan, wo es alles gibt, fuer Unmengen an Dollar erworben habe).

Tag 3, Mittwoch, heute begann erneut 7.30 (2.30 Uhr ins Bett). Macht aber allerdings nichts. Wir sind jung und muessen da durch ;o) Nach dem Fruehstueck hiess es leider schon packen, aber es sollte noch zu einem letzten Stop gehen: Lake Wabby. Brett hat uns mal wieder irgendwo rausgeschmissen (diesmal direkt am Meer) und wir wurden von einem anderen Maedel gefuehrt. Naja, 1,8 km standen uns bevor. 800 Meter auf Sand durch Gestruepp und Baeume, einen ganzen vollen endlos langen Kilometer durch Wueste. Wueste!! Sand, Sand und noch mehr Sand. Ueberall. Kein Schatten. Nichts. Hoch und runter. Man, ging das in die Beine. Hinzu ging es ja noch, weil es frueh und der Sand nicht heiss war, aber rueckzu (ja, wir mussten spaeter alles wieder zurueck). Der Sand war so heiss und es ist so anstrengend mit Flip Flops im Sand zu laufen (meine haben das auch uebrigens nur mit schwersten Verletzungen ueberlegt). Ich werde mir demnaechst mal neue kaufen. Naja, irgendwann kamen wir dann am Lake Wabby an und das hat sich echt gelohnt! Mitten im Sand gab es einen See, gleich einer Oase, der auf der anderen Seite an Wald grenzte. Nur waren wir gefuehlte 100 Meter ueber dem See. Unter uns Sand. Duene. Berg. Tief. Also Bodyboard rausgeholt und runter gebrettert (mit lautem Schreien). Aber wirklich jeder hat mit gemacht (gut, ich war die Letzte), aber es war voll Fun! Und der See Erfrischung pur. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad ging es dann also wieder zurueck, ein letztes Mal ins Hostel zum Lunch und dann ab wieder zum Festland. Mit einem lachendem und einem weinenden Auge bin ich gegangen (schliesslich habe ich hier mein Internet wieder). Aber die Erfahrung war einfach nur der Hammer! Solche drei geilen Tage. So eine geile Truppe (auch wenn man sich nur fuer drei Tage kennt, man hockt ja 24 Stunden am Tag aufeinander). War auf jeden Fall total toll und ich freue mich schon auf die Whitsundays, wenn mich aehnliches erwarten wird.

Uff. Das war ein langer Artikel (zwischendurch Internetzeit neue aufgeladen). Morgen geht es erstmal fuer eine Nacht nach Hervey Bay und am Freitag endlich Town of 1770 zum Surfen. Juhhuu!!

Nun gut, ich versuche es jetzt einfach mal mit Fotos. Sind noch ein paar von Noosa dabei und leider kann ich keine Bildunterschriften einfuegen. Aber ihr koennt ja raten und drunter schreiben, was es sein koennte ;o)

 

Ach scheisse mit der Scheisse hier. Hatte noch nicht mal alle ausgewaehlt und meine zwei Stunden sind schon fast rum. Ausserdem war ich schon fast mit Tag 2 fertig und dann hab ich eine falsche Taste gedrueckt und alle ausgewaehlten Bilder waren weg. Ich mach das morgen in Hervey Bay in Ruhe (mit hoffentlich schnellerem Rechner). Hab jetzt eh nur noch 11 Minuten uebrig und schaff eh nichts mehr. Tut mir ja leid. Bilder dann also morgen. Artikel ist fertig, da bin ich schon mal froh drueber …

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Oktober 22, 2008 at 1:46 pm 1 Kommentar

Ich kann Surfen!!

Naja, nur in meinen Traeumen, aber so schlecht habe ich mich nich gemacht!!! Aber wie immer der Reihe nach:

Ach nee, es gab ja gar nichts anderes vorher ;o) Also gestern (?!), ja gestern hatte ich dann endlich meine Surfstunden mit einem typischen blonden, langmaehnigen (soll das Adjektiv von „lange Maehne haben“ sein), australischen Surfer. Und es war toll! (Also der Surflehrer auch, aber eigentlich mein ich das Surfen an sich) Ich konnte sogar stehen auf dem Bord (was am Anfang das Schwierigste ist). Ja und Surfen an sich ist auch gar nicht soo anstrengend, das schlimmste ist, wenn man einmal am Strand angespuelt wurde, wieder zurueck zu kommen aufs Meer. Das ist ja sowas von anstrengend, wenn man immer das Bord hinter sich her schleppen muss (und wie hatten riesige Bords, weil das einfacher ist). Aber generell hat es trotzdem total Spass gemacht und ich habe richtig Blut geleckt! Zwei Stunden sind da auch voellig ausreichend, man ist danach total im Arsch und hat Hunger wie Sau. Naja, aber nach so viel Sport kann man dann auch mal was essen ;o) Naja, und da es mir so viel Spass gemacht hat, hab ich fuer heute gleich nochmal gebucht. Ja, nochmal teure Surfstunden, weil es als Anfaenger doch immer besser ist, jemanden dabei zu haben, der aufpasst. Heute war erst nicht ganz so toll, weiss nicht woran es lag, aber ich kam kaum zum Aufstehen. Doof war das. Dann hab ich nach Ende der Stunden gleich mal das Bord fuer den restlichen Tag gemietet und bin (nach einer einstuendigen Pause) wieder raus. War ok, aber zufrieden bin ich nicht wirklich. Naja. Und dann habe ich gerade meine ganzen Plaene umgeworfen (ich bin ja so stolz auf mich)!

Eigentlich wollte ich ja morgen nach Hervey Bay zu den beruehmten Fraser Islands machen (groesste Sandbankinsel-was-auch-immer der Welt). Und eigentlich wollte ich heute in meinem Hostel nur eine Tour dafuer buchen, aber nach ewigem-hin-und-her und gute Beratung durch den Typen an der Rezeption, bleibe ich jetzt bis Donnerstag in Noosa. Dafuer gehts dann am Montag von hier aus zu einer Tour auf die Fraser Islands. Die ist billiger als die urspruengliche und geht laenger. Zwei Naechte und drei Tage mit allem drum und dran. Montag morgen um 8 Uhr gehts los und Mittwoch nachmittag komme ich wieder. Praktisch ist auch, dass da wohl die ganze Zeit ein Fotograf rumspringt, der Fotos macht (so brauch ich das nicht tun, ist naemlich doof im Wasser mit Kamera). Ja und Donnerstag gehts dann auf nach Hervey Bay und nur fuer eine Nacht. Das soll naemlich total langweilig sein und surfen kann man da eh nicht. Danach wollte ich dann am Freitag (auch ganz spontan entschieden) nach Town of 1770 (das werd ich noch rauskriegen, warum die so heisst), da das die letzte Moeglichkeit zum Surfen ist. Noerdlicher geht das nicht mehr, weil 1. keine Wellen mehr da sind, 2. Haie auch Surfen wollen und das koennte zu Ungluecken fuehren (nett umschrieben) und 3. die Jelly Fishs ueberall sind (Quallen). Die sind um Cairns und da oben ueberall an den Kuesten von Oktober bis Mai um sich zu paaren. Und das sind nicht nur kleine wabbelige Wesen, sondern die mit den meterlangen Tentakeln und eine der giftigsten Tiere der Welt. Schnorcheln bzw. Tauchen im Great Barrier Reef ist trotzdem kein Problem, weil das ja weiter draussen ist und die Quallen sind nur am Strand. Jap. So schauts aus. Fotos wuerde ich gerne reinstellen, aber erstens gibts kaum welche (ein paar von Brisbane und noch weniger von Noosa – hab vergessen zu fotografieren) und zweitens geht das hier an den Rechnern nicht. Also vielleicht erst wieder am Ende der Woche.

Nun gut. Das wars dann schon. Ach ja, morgen haette ich ja dann schon wieder Zeit zum Surfen, kann aber nicht, weil mich jetzt doch mal der Sonnenbrand erwischt hat und meine Beine rot sind – tomatenrot und zwar bis zu dem Punkt, bis zu dem meine Bordshorts ging. Sieht lustig aus und tut hoellisch weh : also morgen keine Sonne ;o)

Oktober 18, 2008 at 11:34 am 3 Kommentare

So viele Deutsche hier!

Nicht nur im Hostel, was momentan echt hauptsaechlich von Deutschen regiert wird. Als ich hier angekommen bin, waren die meisten aus Irland oder England. Und nun kommen die Hollaender und die Deutschen. Dabei versuche ich denen aus dem Weg zu gehen – und komme damit bestimmt unhoeflich rueber, aber ich rede sonst Deutsch und das will ich ja nicht. Zum anderen habe ich auch ein paar Auswanderer getroffen. Also hauptseachlich ist es eine Familie, die zweimal pro Woche zu uns zur Lunch Time ins Cafe kommen. Vater und zwei Soehne, beide natuerlich erwachsen, arbeiten wohl alle drei im Baenker Viertel und mit denen ist es echt immer lustig. Jedes Mal versuchen wir neue deutsche Woerter zu finden, fuer die es keine englische Uebersetzung gibt. Angefangen hat das mit „Guten Appetit“. Gibt es im englischen nicht. Die sagen dann „enjoy (your meal)“, aber das ist auch schon alles. Oder „Schadenfreude“ oder „Lebensangst“. Naja, das nur so am Rande. Die sind vor 10 Jahren ausgewandert und der Vater moechte schon gerne mal zurueck gehen, aber seine Frau nicht. Dann habe ich heute im Cafe eine nette, etwas dicklichere Dame kennengelernt. Die ist vor ueber 30 Jahren ausgewandert. Aus Liebe! Hach nee, wie romantisch. Hat dann halt einen Australier geheiratet und inzwischen auch erwachsene Kinder und so. Ja gut, das ist wahrscheinlich nicht so interessant.

Weniger interessant ist wahrscheinlich auch, dass ich heute morgen meinen zweiten australischen Kater erlebt habe. Ich hab eigentlich gar nicht so viel getrunken, dachte ich. Vor allem, weil ich nur zwei Stunden in dem Club war. Aber wahrscheinlich lag es wieder am durcheinander Trinken. Naja, bin dann schwankend heute morgen aufgewacht, im Laufe des Tages hat sich das dann aber zum Glueck wieder erledigt.

Jetzt was Interessantes: Ich habe gestern meinen Eastcoast-Trip geplant! Juhhuuu!! Am 6 Oktober geht es wahrscheinlich los, werde ein Busticket von Sydney nach Cairns buchen und dann zwischendurch immer mal aussteigen und dann wieder weiterfahren. Man kauft das Busticket naemlich nach Dauer und kann dann so oft stoppen und wieder auf den Bus aufspringen wie man lustig ist. Und der Bus hat insgesamt ueber 80 Stopps! Das fiel es erstmal schwer das Richtige rauszusuchen, weil ich ja eigentlich nur einen Monat lang hochtraveln will. Nach hin und her Geschiebe der Tage, Zeiten und Orte habe ich mir jetzt folgende Route rausgesucht:

 

6 Okt. ab: Sydney Central Station Richtung Norden um 7 oder 14 Uhr

6 Okt an bis 7 Okt ab: Tea Gardens (mit Ferry to Port Stephens, soll ganz schoen sein)

8 Okt an bis 11 Okt ab: Byron Bay (Straende plus Tagestrip nach Nimbin – Hippiedorf)

11 Okt an bis 14 Okt ab: Surfers Paradise (an der Gold Coast)

14 Okt an bis 16 Okt ab: Brisbane (soll eine tolle Stadt sein)

16 Okt an bis 19 Okt ab: Nambour oder Matilda Roadhouse (keine Ahnung, eigentlich nur, um nach Noosa zu kommen, muss man als Backpacker mal gewesen sein, mit Sunshine Coast)

19 Okt an bis 23 Okt ab: Hervey Bay (von hier kann man auf die Fraser Islands, dort Safari Touren, Segeltorns und WhaleWatching machen)

24 Okt an bis 31 Okt ab: Airlie Beach (der Startpunkt fuer die Whitsunday Islands, da werde ich eine fuenftaegige Tour inkl Schnorcheln am Great Barrier Reef und Segeltorns machen, evl mit Tatjana)

31 Okt an bis 02 Nov ab: Townsville (weiss nicht genau warum, gehoert eben dazu)

02 Nov an: Cairns Terminal

Geschafft! Was ich dann in Cairns mache, weiss ich auch noch nicht, weil so gross soll die „Stadt“ nicht sein. Auf jeden Fall gibt es dort wohl ganz viel Regenwald und tolle Wasserfaelle und so. Das werde ich mir dann bestimmt angucken und dann mal schauen ob ich dort einen Job bis Ende Dezember finde oder ob ich dann nach Darwin (ganz im Norden) fliege und dort nach einem Job suche. So weit will ich dann doch noch nicht planen, aber freuen tue ich mich sehr! Endlich warmes Wetter, Sonne, Strand, Meer und Surfer!!

So, dann werde ich bis dahin noch dem Alltag trotten und das teure Internet verfluchen.

September 10, 2008 at 11:52 am 3 Kommentare


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