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Als Nektarinen getarnte Aprikosen …

sollte eigentlich die Ueberschrift fuer meinen letzten Artikel sein und passt jetzt gar nicht mehr. Wollte ich aber doch noch irgendwie einbringen, weil die gibt es hier naemlich. Ganz hinterhaeltig sind die und schaffen es sogar nach Nektarinen zu schmecken – wenn man den Geruechten glaubt, denn ich war zu mistrauisch um zu probieren. Australien ist ja dafuer bekannt, dass hier alles gross ist. Die Haie, die Strassen, das Outback, die Wueste, die Harbour Bridge, mein Po und wahrscheinlich noch so einiges mehr. Dass aber Aprikosen, die sich so klein und haesslich fuehlen, als Nektarinen tarnen muessten, haette ich trotzdem nicht gedacht.

Und wer jetzt den Sinn gefunden und eingefangen hat, darf ihn behalten, sich sein Leben lang mit Ruhm und Ehre schmuecken und hundert virtuelle Punkte sein Eigen nennen. Gratulation!

Und nun kommt die Vernunft angeschlichen und sagt: Du hast nur noch achtunddreissig Minuten Internet und schon jetzt keine Zeit mehr fuer Fotos, also solltest du dich beeilen, dass du wenigstens den Artikel fertig bekommst! Und wie so oft hat sie Recht.

Also: FRASER ISLAND!! Ich bin zurueck und fuehl mich sauwohl, habe gelacht, geschwitzt und genossen. Man, waren das tolle drei Tage!

Montag morgen dachte ich erstmal, dass der Bus mich vergessen hat, als er dann 9 Uhr eintrudelte, obwohl er 8 Uhr da sein sollte. Ein kleiner Minibus mit 20 Plaetzen, gepimt und auf eine LKW-Karosserie gesteckt mit dicken breiten Reifen und sehr hoch. (Wem ist aufgefallen, dass in diesem Satz das Verb gefehlt hat?! Nochmal hundert Punkte.) Am Rainbow Beach sollten wir noch ein paar weitere Leute einsammeln, aber auf dem Weg dahin haben wir erstmal Kaenguruhs gesehen und mussten auch sofort stoppen (Fotos folgen). Prima war das! Ueberhaupt wurde mir da schon bewusst, dass unser Tourguide mit seinen 36 Jahren extrem locker drauf und einfach nur zum Schiessen war. Nachdem unsere Gruppe mit 17 mehr oder weniger jungen Leuten (ein Opa, der bestimmt nur Aersche gucken wollte) komplett war, ging es erstmal zum Bottleshop um Alkohol zu kaufen. Schliesslich ist das auf Fraser Island schlecht und wir mussten ja fuer drei Tage und zwei Naechte gewappnet sein. Dann ging es (im wahrsten Sinne des Wortes) ueber Stock und Stein zu einer schmalen Landzunge, an der die Faehre zu Fraser Island anlegte. Rauf mit dem Bus (der sowieso ueberall drueber fahren kann) und in 10 Minuten waren wir auch schon drueben (zwischendurch sind ein paar Delfine rumgehupft). Dann ging es queeeeeeer am Strand lang. Mit dem Bus. Am Strand. Dort gibt es naemlich keine Strassen. Keine geteerten. Die meist befahrene Strasse ist der Strand. Kreuz und quer, wie es halt im hohen Sand passt. Bei Ebbe ist das auch angenehm, bei Flut ist man nur mit Springen beschaeftigt (sowohl der Bus als auch die Insassen). Das brachte so ein bisschen den Abenteuer-Flair rueber (jede Fahrt mit dem Bus). Dann ging es auf eine Schotterpiste im Inland, dann wieder raus auf den Strand und erstmal schnell ab ins „Hostel“. Und das ist schon luxerioes was wir dort hatten. Feine Acht-Bett-Zimmer mit grosser Terasse, eigenem Bad und daneben unser Beachhouse mit Blick aufs Meer (natuerlich), in dem wir gegessen, gelacht und geredet haben. Dann gab es da erstmal Lunch (leckere Sandwichs zum selber belegen).

Ach so, vielleich sollte ich mal kurz erwaehnen, dass Fraser Island (die grosste Sandinsel der Welt) 126 km lang und 14 km breit ist. So, weiter: Nach dem Lunch ab in den Bus (dort faehrt man fast alles) und ab am 75 Mile-Beach (100 Punkte fuer den, der erkannt hat, dass 126 km etwa 75 Meilen sind und damit die gesamte Ostkueste umfasst wird). Dort sind wir langgebrettert mit dem Bus, zwischendurch mal laessig angehalten, weil da irgendwo im Wasser Wale rumschwommen (fuenf oder sechs die nur die ganze Zeit geschnaubt haben). Ach ja, Baden kann man da im Meer nirgendwo (zumindest nicht an der Ostkueste und an der Westkueste waren wir nicht, weil man da so schlecht hinkommt), weil da ueberall Haie sind (wir konnten uns spaeter selber davon ueberzeugen). Den ersten Stopp machten wir an Eli Creek. Das ist eine Quelle, die irgendwo entspringt und dann zum Meer laeuft. Wahnsinnig sauberes und klares Wasser, knie- bis huefthoch und mit ganz leichter Stroemung. Ein Bretterpfad fuehrte zu einer Einstiegsstelle (ca 150 Meter vom Meer entfernt) und dort konnte man rein und zum Meer laufen oder sich einfach treiben lassen. Ach, war das geil. So sauberes Wasser (und vor allem suess), ein paar Fischchen zwischendurch, aber eigentlich musste man sich einfach nur hinlegen und warten bis man kurz vor dem Meer ankommt. Geil. Dann ging es weiter, vorbei an einem Schiffswrack (spaeter mehr) zu Indian Heads. Indien Heads ist ein riesiger Felsen, der groesste dort, der frueher einmal (ewig her) ein Vulkan war und der ganze Sand hat ihn in das Meer gedrueckt und dadurch ist nur noch eine Haelfte da und er ist erloschen und jetzt kann man drauf rumklettern. Der ganze Sand von Fraser Island kommt uebrigens von New South Wales und wurde dort (warum auch immer genau da) angespuelt. Hab vergessen wie alt, aber ewig alt. Und es kommt staendig neuer Sand hinzu! Pro Jahr waechst die Insel um einen ganzen Milimeter! Naja, wir sind auf jeden Fall auf Indian Heads hoch (heisst so, weil irgendwas mit Aborigines, die das als irgendwas benutzt haben (man kann sich ja nich alles merken)) hoch gelaufen. Geile Aussicht. Ins Landesinnere hat man Wuesten, Waelder und Wasser gesehen, in die andere Richtung den endlosen Ozean und eine extrem hohe Klippe. Und von der Klippe konnten wir runtergucken und die Schatten der Haie unter Wasser sehen. Geil! Zwischendurch kam mal eine Turtle hochgetaucht. Alles in allem sehr beindruckend.

Mit Staerkung durch einen Apfel ging es dann weiter zum Schiffswrack. Das hoert sich uebrigens alles so schnell hintereinander an, wars aber nicht. Gerade bei Flut dauert es ewig am Strand langzufahren, weil der Sand so tief und die Wellen so weit reingehen (und schliesslich ist ein Bus auch immer nur ein Buss und kein Schiff). DIe Geschichte zum Schiffswrack hab ich vergessen, aber toll sah es schon aus. Dann ging es zurueck Richtung Hostel, zwischendurch noch zweimal angehalten, weil Dingos am Strand rumliefen. Ganz suess und waren ganz abgemagert, aber man muss ganz viel bezahlen, wenn man beim Fuettern erwischt wird. Hab aber tolle Fotos gemacht! Auf dem Weg zum Indian Haeds sind wir uebrigens an einem Auto vorbeigekommen, was im Sand stecken geblieben war mitsamt Familie. Wir konnten die allerdings nicht rausziehen, weil wir dann selbst nicht mehr losgekommen waeren. Fuer so was gibt es Ranger, die da rumfahren. Und genau im gleichen Moment wie wir ueberholt ein Ranger das Auto. Und faehrt weiter! Ohne anzuhalten. Das ist sein Job und er hat gesehen, dass die anderen stecken geblieben sind und faehrt weiter. Der Hammer! Naja, auf dem Rueckweg waren sie nicht mehr da, also ist wohl alles gut gegangen. Uebrigens frag ich mich gerade, wie man denn so einen Ranger erreichen kann oder ob man einfach wartet. Weil Handy geht dort nicht (vielleicht gibt es spezielle Nummern, die doch funktionieren?!), vielleicht haben die ja Funk?! Wie auch immer …

Zurueck im Hostel gab es dann erstmal lecker Dinner (nach einer lang ersehnten Dusche). BBQ mit Salaten, Sausages, Steaks und sogar Kaenguruh! Und das war lecker, ein bisschen wie Lamm, aber nicht ganz so streng. Aber echt toll! Abends haben wir dann im Beachhouse abgehangen, dort kostenlos Pool gespielt, getrunken und gelabert. Generell war unsere Truppe echt genial! Lustig, spontan, offen. Hat echt Fun gemacht und von 17 waren 5 (!) Deutsche dabei. Nun ja. War aber trotzdem ok. Spaeter sind wir dann in den Pub gegangen. Ja, in den Pub! Auf einer Sandinsel ohne grossartige Zivilisation (die einzigen Haeuser sind wirklich direkt am Strand hinter den Duenen und nur mit dem noetigsten ausgestattet) und befestige Strassen. Zum Glueck war der gleich 5 Minuten neben uns (sowie das Zentrum der Insel bestehend aus einem Shop, der alles hat und einer Unterkunft mit Tennisplatz (ich frage mich, wer auf Fraser Island Tennis spielen will)). Gruselig war es trotzdem im Dunkeln und mit dem Gewissen, dass die giftigsten Spinnen und Schlangen der Welt dort leben. Der Pub erwies sich allerdings als echt schlecht, leer, schlechte Musik und voellig ueberteuert (klar als Monopol). Ein Kicker stand dort! Der gleiche Roberto wie in Brisbane, aber keiner wollte spielen, hat aber auch nichts gemacht. Eigentlich waren wie alle ganz schoen knuelle, so ein Tag in der prallen Sonne schlaucht eben doch. Apropos Sonne: Mit meinem Sonnenbrand ist alles gut gegangen, das Zeug aus der Apotheke hat gut geholfen. Ich glaube zwar nicht, dass ich den Streifen von der Bordshorts jemals wieder losbekomme, aber es tut nichts mehr weh. (ausser meine Hautaufschuerfungen vom Surfen, aber das ist eine andere Geschichte) Naja, nach nicht allzu langer Zeit haben wir es dann auch bevorzugt heim und ins Bett zu gehen.

Tag Nummer zwei und quasi Dienstag: 7.30 wurden wir durch eine laute Klingel geweckt, was uns bedeuten sollte, schleunigst zum Fruehstueck zu kommen (gelaeutet wurde sie mit groesster Freude von unserem Tourguide). Continental Breakfast zum Munter werden und dann ab in den Bus. Diesmal ging es kurzzeitig in die andere Richtung am Strand zu einem Billabong. Ein Billabong ist ein kleines Wasserloch, in welches man reinspringen und sich erfrischen konnte. Und man musste wirklich springen! Aber toll war es auch. Sah dreckig aus (liegt aber irgendwie an den Teepflanzen drumherum oder so), aber dafuer echt lustig. Alle hintereinander reingehupft (die Einstiegstelle war ein bisschen doof) und jeder musste dann dem anderen helfen wieder rauszukommen. Dass wir uebrigens die ganze Zeit nass waren hat keinen gestoert. Entweder wurden wir vorher von der Sonne getrocknet oder die Bussitze trockneten spaeter. Nach dem Billabong (Geheimplatz von Brett, unserem Tourguide, der da als Morgensport reingeht) ging es weiter zum Lake Boomjian oder Boomijan oder so (hab den Namen nicht parat). Wir waren die einzigen da. Und der See war rot. Kein Witz!! Hab schon wieder vergessen warum, aber der See war echt rot. Ging am Strand von weiss zu gelb, orange und schliesslich diefes dunkelrot rueber. Sah aus wie Blut ueberall. Und die Beine sahen unter Wasser vielleicht eklig aus. Aber total geniale Landschaft drumherum (werdet ihr dann auf den Fotos sehen). Sowieso faszinierend, wie auf einer Insel, die nur aus Sand besteht, so viel Gruen wachsen und Suesswasserseen entstehen koennen. Nach einem Sonnenbad ging es dann weiter an den Lake Birrabeen (uebrigens alles immer schoen mit Laufen verbunden, also der Sport kommt nicht zu kurz). Da hat uns Brett einfach mal an der einen Seite ausgesetzt und wir durften rueber zur gegenueberliegenden durch Gestruepp und sonstewas laufen. Die Strassen von See zu See gingen natuerlich nicht am Strand lang (man muss ja irgendwie zum See kommen), sondern durch das Innenland. Auf Sand. Tiefem Sand. Und eng. So eng, dass nur ein Auto Platz hat. Wenn also was entgegen kommt (was jetzt nicht soooo oft der Fall ist), muss man halt gucken wo man Platz findet um auszuweichen. Aber zum Glueck kann man da ja gar nicht so schnell fahren,d ass man es erst zu spaet sehen wuerde. Zwischendurch machten wir natuerlich auch immer mal kleine Stopps, wenn Brett uns Pflanzen zeigen wollte, die die Aborigines fuer was weiss ich benutzt haben und gut riechen oder so. Einfach aus dem Fenster gehangen udn Zweige abgerupft (tztz… wenn das ein Ranger sieht. Verboten!). Ja, an der anderen Seite des Lake Birrabeen angekommen, wartete Brett schon mit Lunch (wieder leckere Sandwichs). Danach ging es ab ins kristallklare Wasser. Wirklich kristallklar! Man konnte alles sehen. Genial! Wie im Film oder auf Postkarten. War echt so hammergeil. Den ganzen Nachmittag haben wir dort verbracht und natuerlich auch etwas fuer unsere Braeune getan. Spaeter ging es dann zur Central Station (heisst so, mitten drin halt) zu einem Rainforest Walk. Da hat uns Brett auch mal wieder alleine durchgejagt (ohne nicht vorher ganz viel interessantes zu erzaehlen). Knapp 2 km konnten wir uns dann Zeit lassen und den Regenwald erkunden. Der Pfad verlief ganz idyllisch neben einen Quelle mit wieder mal ganz klarem Wasser. Natur pur! Sowieso ueberall auf Fraser Island. Dann ging es heim (gegen 6, spaeter sollte man nicht kommen, weil Dunkelheit grueslig und gefaehrlich ist). Spaghetti Bolognese als Dinner, danach Trinkspielchen, da wir bis um 12 Uhr warten mussten, weil Jessica (einer der Deutschen) dann 21 wurde. Zum Anstossen gab es natuerlich eine Flasche Sekt (die ich noch schnell vorher im Shop nebenan, wo es alles gibt, fuer Unmengen an Dollar erworben habe).

Tag 3, Mittwoch, heute begann erneut 7.30 (2.30 Uhr ins Bett). Macht aber allerdings nichts. Wir sind jung und muessen da durch ;o) Nach dem Fruehstueck hiess es leider schon packen, aber es sollte noch zu einem letzten Stop gehen: Lake Wabby. Brett hat uns mal wieder irgendwo rausgeschmissen (diesmal direkt am Meer) und wir wurden von einem anderen Maedel gefuehrt. Naja, 1,8 km standen uns bevor. 800 Meter auf Sand durch Gestruepp und Baeume, einen ganzen vollen endlos langen Kilometer durch Wueste. Wueste!! Sand, Sand und noch mehr Sand. Ueberall. Kein Schatten. Nichts. Hoch und runter. Man, ging das in die Beine. Hinzu ging es ja noch, weil es frueh und der Sand nicht heiss war, aber rueckzu (ja, wir mussten spaeter alles wieder zurueck). Der Sand war so heiss und es ist so anstrengend mit Flip Flops im Sand zu laufen (meine haben das auch uebrigens nur mit schwersten Verletzungen ueberlegt). Ich werde mir demnaechst mal neue kaufen. Naja, irgendwann kamen wir dann am Lake Wabby an und das hat sich echt gelohnt! Mitten im Sand gab es einen See, gleich einer Oase, der auf der anderen Seite an Wald grenzte. Nur waren wir gefuehlte 100 Meter ueber dem See. Unter uns Sand. Duene. Berg. Tief. Also Bodyboard rausgeholt und runter gebrettert (mit lautem Schreien). Aber wirklich jeder hat mit gemacht (gut, ich war die Letzte), aber es war voll Fun! Und der See Erfrischung pur. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad ging es dann also wieder zurueck, ein letztes Mal ins Hostel zum Lunch und dann ab wieder zum Festland. Mit einem lachendem und einem weinenden Auge bin ich gegangen (schliesslich habe ich hier mein Internet wieder). Aber die Erfahrung war einfach nur der Hammer! Solche drei geilen Tage. So eine geile Truppe (auch wenn man sich nur fuer drei Tage kennt, man hockt ja 24 Stunden am Tag aufeinander). War auf jeden Fall total toll und ich freue mich schon auf die Whitsundays, wenn mich aehnliches erwarten wird.

Uff. Das war ein langer Artikel (zwischendurch Internetzeit neue aufgeladen). Morgen geht es erstmal fuer eine Nacht nach Hervey Bay und am Freitag endlich Town of 1770 zum Surfen. Juhhuu!!

Nun gut, ich versuche es jetzt einfach mal mit Fotos. Sind noch ein paar von Noosa dabei und leider kann ich keine Bildunterschriften einfuegen. Aber ihr koennt ja raten und drunter schreiben, was es sein koennte ;o)

 

Ach scheisse mit der Scheisse hier. Hatte noch nicht mal alle ausgewaehlt und meine zwei Stunden sind schon fast rum. Ausserdem war ich schon fast mit Tag 2 fertig und dann hab ich eine falsche Taste gedrueckt und alle ausgewaehlten Bilder waren weg. Ich mach das morgen in Hervey Bay in Ruhe (mit hoffentlich schnellerem Rechner). Hab jetzt eh nur noch 11 Minuten uebrig und schaff eh nichts mehr. Tut mir ja leid. Bilder dann also morgen. Artikel ist fertig, da bin ich schon mal froh drueber …

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Oktober 22, 2008 at 1:46 pm 1 Kommentar

Vom Regen verfolgt, die Zweite!

Gerade im – eigentlich – wunderschoenen Noosa angekommen, regnet es wie aus Eimern. Nein, wie aus Kuebeln! Eigentlich sogar noch schlimmer, der gleiche Regen, den ich gestern Abend in Brisbane hatte.

Uebrigens bin ich in Brisbane natuerlich nicht lange allein geblieben. Hab mich noch am ersten Abend mit einem kanadischen Paerchen angefreundet und Zeit mit denen verbracht. Am zweiten Morgen hab ich dann auch gleich mal den Tisch dort getestet. Hatte ich das erwaehnt?! Dass in dem Hostel der erste Kicker steht, den ich in Australien gesehen habe?! Auf jeden Fall stand er da und ich war ja so, so happy – mal davon abgesehen, dass er eine Glasplatte hatte und die Baelle damit schon mal fuern Arsch waren. Aber hey, ein Roberto mit Teleskopstangen. Ansonsten nicht schlecht! Naja, hab mich dann auch gleich mal von dem Canadier abziehen lassen, hat aber trotzdem Spass gemacht und die Basics kann ich noch.

Ja und gestern … gestern bin ich zur Southbank gelaufen (ich bin mir ueber das Geschlecht dieses Wortes nicht so ganz sicher), ein Stadtteil von Brisbane, der auf der anderen Seite des Flusses liegt. Soll so wohl das Vergnuegungsstueck sein mit Museen, Bibliothek, Riesenrad, Faehren und kuenstlichen angelegten Straenden, genannt „Lagunen“. Nachdem ich mich fleissig im Museum gebildet hatte (war echt interessant, ganz viele australische Tiere), hab ich mich dann mitten irgendwo ins Gras gelegt und mich gebraeunt (und hatte am Abend an den Armen wieder die roten Pusteln wie nach meinem ersten Sonnenbad, heute ist aber alles wieder normal). Dann bin ich auf dem Rueckweg nochmal an der Bibliothek vorbei, kurz ins Internet (20 Minuten free) um dann den langen Weg nach Hause zu laufen. Aber die Strecke wurde mir versuesst durch einen lieben Anruf von Juulz ;o)

Dann bin ich in den Woolworth rein, weil ich mal wieder lecker Gemuese kochen wollte (hab ich spaeter auch mit Mini-Oktopus und Prawns) und komme wieder raus und die Welt schien gerade unter zu gehen. In normalem Lauftempo braucht man etwa 7 Minuten von Woolworth bis zum Hostel. Ich bin gerannt (mit schwerem Rucksack und zwei Tueten mit Gemuese), kam schnaubend am Hostel an und war von oben bis unten klatschnass. Aber wirklich nass! Zum Glueck hatte ich meine Bordshorts und drunter Bikini an (der immernoch nass ist). Mein Cappi, was ich aufhatte, hat noch etwa zwei Stunden spaeter vor sich hingetropft. Nun ja. Nach einer warmen Dusche war ich dann mit dem kanadischen Paerchen was trinken um dann ins Bett zu gehen. Der Regen liess dann in der Nacht nach und heute morgen war alles trocken. Zwar noch ein wenig bewoelkt, aber ich dachte, dass es jetzt wieder schoener wird. Nichts da. Ich komme in Noosa an und es geht los. Soll wohl auch erst seit heute sein. Hach, habe ich ein Glueck ;o)

Naja, das Beste draus machen (was man auch immer bei dem Wetter machen kann) … und hoffen, dass es besser wird.

Das Hostel in Noosa macht erstmal einen ganz schoenen Eindruck (obwohl es in meinem Raum keine Steckdosen und keine Deckenlampe gibt). Nur ein kleines Laempchen an einer Wand ueber einem Doppelstockbett. An den Schalter kommt auch nur derjenige, der oben wohnt. Naja. Wird schon. Ich glaube Noosa wird mir – bei schoenem Wetter – gefallen. Der Strand ist zwar ein ganzes Stueck weg, aber es gibt Shuttle-Busse und wir liegen am Noosa-RIver mit ganz vielen Sandbaenken und so.

Wird schon, wird schon. Wie ist das Wetter in Deutschland? Ist es schon unter die 0 Grad gegangen?

Oktober 16, 2008 at 6:40 am 3 Kommentare

Stichpunkte zu Ende bringen …

… also den Artikel von gestern beenden und Briiiiiissssbane sind angesagt!!

Und die Internetzeit rennt schon wieder. Und der Rechner hier in dem Hostel in Brisbane ist mal wieder arschlangsam und da ich eigentlich ein paar Fotos hochladen wollte, kommt jetzt alles ganz unspektakulaer aneinander gereiht und ganz langweilig. Sorry, aber ihr wollt doch lieber neue Fotos haben?!

Also, gestern hatte ich damit gestoppt, dass ich meine Surfstunden gebucht hatte. Worauf ich auch maechtig stolz bin, schon allein weil es Sport ist. Hier in dem Hostel in Brisbane gibt es eine Waage … ich habe mich draufgestellt … und bin tot umgefallen. Dachte ich zumindest erst. War dann aber irgendwie doch nicht tot, musste aber die Traenen zurueck halten. Nein, ich sage jetzt nicht wieviel, ist mir zu peinlich. Aber ehrlich gesagt, haette ich nicht gedacht, das es sooo viel ist. Buhhuu … deshalb uebermorgen ab aufs Bord und abnehmen. Dabei habe ich meine Ernaehrung, seit ich auf Reise bin, nochmal grundlegend geandert. Keine Pancakes mehr, keine Schokolade. Nur Fruehstueck und Abendbrot und zwischendurch nur Obst. Und bisher klappt es. Und trotzdem hat die Waage unter meinen Fuessen ganz schoen geschnaubt, als ich auf ihr stand.

Nun ja. Nachdem ich gebucht hatte, wollte ich mit dem Shuttlebus wieder zum Hostel fahren – der nur alle zwei Stunden faehrt. Als ich an der Bushaltestelle stand und in einer Minute der Bus kommen wuerde, fiel mir allerdings ein, dass ich die Surflessons fuer einen Tag gebucht hatte, an dem ich in Brisbane bin. Ich Trottel! Also zurueck, umgebucht und dann ich nicht zwei Stunden auf den naechsten Bus warten wollte (ich war schon 6 Stunden in der Stadt), wollte ich heimlaufen. Ich glaub normalerweise sind das zwei bis drei Kilometer. Ich bin aber ewig am Strand lang gelaufen (ganz stolz auf mich) und habe ewwwwiiigggg gebraucht. Staendig angehalten, hier was interessantes, dort was aufregendes gesehen. Nun ja, da lagen Quallen rum und Kugelfische – eigentlich war es nur einer, aber der hat mich fasziniert, als ob da ein Dutzend gelegen haette. Und alles war ganz toll und schliesslich war es meine erste Beruehrung mit australischem Meer – wenn bis zu den Knoecheln zaehlt. War vorher noch nie drin. Ja, das aendert sich jetzt aber alles. Also bin ich gelaufen und gelaufen. Nun ja, irgendwann fiel mir auf, dass die schrecklichen Hochhaueser (Hotels) aufgehoert hatten. Huch, zu weit. Also hab ich ein bisschen rumgefragt. Bin viel zu weit gelaufen, musste ca einen km wieder zurueck und dann nochmal ewig weit. Insgesamt habe ich drei Stunden gebraucht, aber es war toll! Und man hat so ein tolles Gefuehl, wenn man mal den Koerper etwas bewegt ;o)

Den Abend habe ich aeusserst unspektakulaer, aber sehr humorvoll mit deutschen Maedels verbracht. Einfach nur Geschichten erzaehlt.

Dann ging es heute morgen auf nach Brisbane, der Hauptstadt von Queensland. Ich bin wieder in einer Grossstadt. Hat seinen Reiz, obwohl ich momentan mehr Bock auf die kleineren habe. Ich habe bis jetzt noch nicht rausgekriegt, wieviele Einwohner Brisbane hat, werde mich aber auf dessen Fersen machen. Meiner Meinung nach ist es ein kleines Abbild von Sydney, nur noch gedrungener und als ob alles noch weniger zusammen passt. Irgendwie hat das aber seinen Reiz und macht es gemuetlich. Das Stadtzentrum bildet eine ewig lange Fussgaengerzone mit tausenden Geschaeften. Aber stolz wie Oskar habe ich heute nichts gekauft – ausser Postkarten fuer Juulz.

Naja, nachdem ich am fruehen Nachmittag im Hostel angekommen war – mal wieder eins von der sehr, sehr groesseren Sorte, aber sehr stylisch und modern, wollte ich doch eine Kleinigkeit essen und da ich am Rande von Chinatown war – klar, da bin ich doch dabei! Also fand ich ein kleines feines Thairestaurant, in welchem ich Thai Curry Laksa gegessen habe, welches meine gesamten Geschmacksnerven abgebrutzelt hat. War das scharf! Aber sowas von lecker. Und dann bin ich mit einer anderen Kundin ins Gespraech gekommen, die aus Thailand kommt und hier studiert und wir haben gelabert und gelabert. Zum Schluss hat sie mir ein bisschen die Stadt gezeigt und ihre Kontaktdaten gegeben, da sie direkt aus Bangkok kommt und wahrscheinlich dort ist, wenn ich da bin. Prima ist das!

Dann musste sie in die Uni und ich wollte mir mal den botanischen Garten anschauen. Der hat auch seinen Reiz, auch wenn es mehr ein Park ist. Am Wasser entlang, nein, Brisbane liegt natuerlich nicht am Meer, sondern am River, wie wir alle wissen -raeusper-, naemlich am … oehm … Ich-hab-den-Namen-Vergessen-River. Macht auch nichts, auf jeden Fall bin ich da ewig langgelaufen und gelaufen und gelaufen. Zum Schluss am Hafen lang, an welchem ich schon lange nicht mehr so viele, gute und teure Restaurants nebeneinander gesehen habe. Alles sehr edel und elegant. In diesem Moment hatte ich mich in Brisbane verliebt, wohlbemerkt mit dem Wissen, dass ich niemals dort essen gehen werde. Aber es sah toll aus. Nun bin ich im Hostel und weiss noch nichts mit dem Abend anzufangen. Bin das erste Mal wirklich allein irgendwo und von meinen Zimmergenossen habe ich noch keinen getroffen. Naja, das wird noch. Ui, nur noch 22 Minuten uebrig, ich versuch nochmal schnell was mit Bildern zu machen…

Och mennoe… eigentlich hatte ich die Bilder gedreht. Jetzt sind sie es doch nicht. So ne scheisse mit der scheisse. Huch, das hab ich gar nicht gesagt…

Oktober 14, 2008 at 12:13 pm 1 Kommentar

Surfer’s Paradise …

ist nur der Name und nicht wirklich das Paradies, aber es hat seine Reize.

Nachdem ich Sonntag morgen mit knirschenden Zaehnen Byron Bay verlassen habe – denn ich hatte mich echt in den Strand verliebt – da das Wetter mit meiner Abreise besser wurde, habe ich mich auf nach Surfers Paradise und damit Queensland, einen Staat weiter oben mit Hauptstadt Brisbane, gemacht. Hier gibt es keine Zeitumstellung, die Queenslaender sind dafuer zu faul, d.h. zu Deutschland sind es momentan nur wieder acht Stunden.

Zusammen mit einem niederlaendischen Maedel, die allerdings von Norden her kam, bin ich in das gleiche Hostel eingecheckt, welches uns beide erstmal einen Schrecken eingejagt hat. Auf den ersten Blick wirkt es naemlich ziemlich, ziemlich dreckig, eklig und vor allem mickrig. Wir kamen beide in einer 6er-Zimmer, welches den Raum einer geraeumigen Einmannzelle ausmachte, in welchem es keinen Schrank, keinen Muelleimer, keine zu oeffnenden Fenster gab. Prima! Laune im Keller. Bad war nebenan, kein Waschbecken in der Klozelle, nur ein 20 cm mal 5,5 cm grosses neben der Dusche. Und promt oeffnete sich eine andere Tuer und ich stellte fest, dass dieses Bad noch mit einem weiteren Zimmer zu teilen war. Ach, ich vergass unser erstes Problem: Das Hostel war nicht direkt in Surfers Paradise, sondern in Southport, gefuehlte drei Stunden entfernt. Nun ja, aber wir wurden vom Shuttle-Bus abgeholt und ich werde morgen auch wieder damit zum Bus gefahren.

Der Grund, warum ich dieses Hostel gebucht hatte, war der tolle Flyer, den ich Byron Bay gesehen habe. Mit den Fotos auf eben jenem hat das Hostel so viel gemeinsam wie ein durch das Outback huepfendes Kaenguruh und ein Gipfelkreuz in den Alpen (ok, doofer Vergleich, macht aber nichts). Einen Tag spaeter stellte sich dann jedoch heraus, dass anscheinend nur unser Zimmer auf dem Stand einer chinesischen 8-Kopf-Familie von 1987 war. Als ich in andere Zimmer hineinlugte, erkannte ich doch etwas von Zivilisation und sogar Aesthetik.

Nun gut, so viel zum Hostel, ich muss mich beeilen, denn in dem tollen Hostel kosten 20 Minuten Internet $2 – so viel wie noch nie. DIe tolle angekuendigte TV und DVD-Lounge stellte sich uebrigens als Fernseher mit einem Kanal und DVD’s zu leihen fuer $3 heraus. Auch toll. Nun gut, im Endeffekt hat es hier alles einen Kuschelfaktor und auch wenn ich nie auch nur einen Fussnagel in den Pool halten wuerde, kann man hier fuer zwei Naechte leben.

Aber zu Surfers Paradise. Oder vielmehr Southport. An sich ist das hier alles ganz kuhl gelegen, man weiss nie ob man am Meer oder am Fluss ist (ich habe schon versehentlich zwei mal den Fluss fuer ein sehr ruhiges Meer gehalten). Der Fluss ist breit und geht ueberall durch und alles scheint auf riesigen Inseln gebaut zu sein. Und das ist der erste Ort, an dem Wolkenkratzer nur so aus dem Boden schiessen. Ich meine Hotels. Fuer Australier, die Urlaub machen. Ja, es sieht aus wie an der Kueste in Spanien oder sonstwo und deshalb gefaellt es mir auch nicht sooo gut. Zudem fuehlt man sich momentan wie im Kaefig, da in zwei Wochen hier ein grosses Autorennen stattfindet und ueberall gebaut und was weiss ich gemacht wird.

Mist, noch 5 Minuten. Gestern war ich also mit der Hollaenderin nur in Sothport unterwegs, nur um festzustellen, dass am Sonntag alles um 18 Uhr zu macht (obwohl doch alles immer auf hat). Doof war das und deshalb gab es auch nicht viel zu machen.

Sie ist heute auch gleich weitergefahren, ich bin in die Stadt und war .. shoppen. Schrecklich ist das. Es ist alles so toll und ich weiss nicht wie ich das irgendwann mal schleppen soll. Naja. ACh, by the way, das Wetter ist jetzt natuerlich wieder gut. NACHDEM ich Byron Bay verlassen hab.

Dann habe ich meine ersten Surfstunden gebucht, hatte jetzt doch mal Lust drauf und mir dazu passend eine neue Bordshorts gekauft. DIe Stunden habe ich dann in Noosa am 17. Oct. Am 16. komme ich dort an, nachdem es morgen fuer zwei Naechte nach Brisbane geht.

Mist. Internet alle. Rest kommt morgen. Sonst, geht noch der ganze ARtikel floeten.

Stichpunkte: Strand. Kugelfisch. Bruecke. 3 Stunden. Oder so.

Oktober 13, 2008 at 3:38 pm 3 Kommentare

Vom Regen verfolgt …

Grml. Eine gute Einleitung fuer einen von Pessimimus begleiteten Beitrag, der sich dahin schleichen wird wie eine Boa Constricta auf Nahrungssuche. Doch wider allen Erwarten wird er nicht zuschlagen und gemuetlich sein Mahl vertilgen, denn: es gibt nichts zum Zuschlagen!

Ok, wer jetzt mit einem grossen blinkendem Fragenzeichen ueber dem Kopf an seinem Rechner sitzt, dem sei vergeben. Als Erklaerung fuer meine wuestre Wortwahl sei anzumerken, dass ich die letzte Zeit wohl zu viel gelesen habe. In dem Hostel in Nimbin habe ich naemlich ein interessantes deutsches Buch entdeckt, welches ich gerade verschlinge. Mit dem Namen „Fruehstueck mit Kaengaruhs“ leuchtet einem doch auch sehr schnell ein um was es geht. Es ist ein Reisebericht von einem Amerikaner, dessen – so leid es mir tut – Name ich vergessen habe (aber er soll doch ziemlich bekannt sein mit viel anderer Reiselektuere). Und er beschreibt seinen Trip durch Australien, untermalert mit vielen unglaublich amuesanten Geschichtchen, die er irgendwo aufschnappt oder von irgendwoher hoert. Zusammen mit interessanten Geschichtshintergruenden ueber alles nur erdenklich moegliche ueber Australien wird daraus ein wirklich spannendes Buch. Und das lese ich momentan. So ziemlich fast den ganzen Tag und bald ist es zu Ende. Grml.

Aber was soll ich hier auch anders machen? Der Regen treibt mich in den Wahnsinn. Von sechs Urlaubstagen bis zum heutigen Tage hatte ich zwei wunderschoene, einen mittelmaessigen und drei Heute-Bleibe-Ich-Lieber-Zu-Haus-Und-Mache-Gar-Nichts-Tage. Und in eben diesen Tagen habe ich die muehsaeligen und niemals enden wollenden Stunden mit Lesen und Schlafen zugebracht. Schrecklich langweilig und uninteressant (ausser regelmaessig aufkommende Grunzer bei besonders lustigen Stellen im Buch). Ich hoffe nun imstaendig – und sende damit ein Gebet an den Wettergott – dass sich dieses doch bald aendern moege, da ich hier bin um was zu sehen und zu erleben. Allerdings sieht selbst der weisseste Strand mit dem tuerkisesten (komisches Wort) Wasser im Regen aus wie ein schlammiger Fluss in … oehm … bevor die Leute boese werden, hoere ich hier geschickterweise und ganz spontan auf ;o)

Neben Schlafen und Lesen habe ich den gestrigen Tag mit Shoppen verbracht, was fuer mich viel mehr heisst: In einen Laden reingehen, gefuehlte fuenfzigmal „ahs“ und „ohs“ von sich geben und ernuechtert wieder rausgehen (nach wiedermal gefuehlten drei Stunden), ohne auch nur irgendetwas gekauft zu haben, weil es einfach zu teuer ist. Gut, jeglicher Stopp auf meiner Reise ist ein Surfermekkha, aber da koennen doch bitte auch Laeden mit Preisen fuer Ottonormalverbraucher und nicht Schwerverdiener gebaut werden. Nur Markenklamotten! Ueberall! Billabong, RipCurl, Quicksilver, Volcom und wie sie alle heissen. Und die Sachen sind ja auch wirklich, wirklich schoen. Ich koennte den ganzen Laden leer kaufen. Aber habe kein Geld dazu. Ok, das Geld HAETTE ich schon, aber das wird ja noch fuer andere Dinge benoetigt.

Kurz zusammengefasst habe ich mir ein T-Shirt (fuer $15) und wunderschoene Holzohrringe mit Aborigini-Malereien gekauft (Jule und Doreen, ihr werdet vor Neid erblassen ;o)). Ja und heute wollte ich eigentlich zum Lighthouse, also zum Leuchtturm laufen, der wunderschoen sein soll und von dem aus man eine fantastische Sicht hat. Allerdings bin ich noch schwer am ueberlegen. Urspruenglich sollte mein Trip vom Strand direkt vor unserem Hostel beginnen, dann den ganzen Strand entlang und hoch zum Leuchtturm, ca  eine Stunde. Mit nassem Sand macht das aber nicht ganz so Spass, weshalb ich mir noch nicht so sicher bin. Aber da ich den halben Tag schon mit Lesen und Schlafen – wie unglaublich interessant – verbracht habe, muss ich mal raus. Ich will ja gar nicht zu Hause bleiben, aber was will man sonst anderes tun.

So, und nun habe ich auch noch das Wunder vollbracht, eine vollkommene Belanglosigkeit in einen derart langen Artikel zu verpacken, fuer den auch zwei Saetze gereicht haetten. Nein, sogar einer: Das Wetter ist totale Scheisse und deshalb bleibt mir keine andere Moeglichkeit, als zu Hause zu bleiben und zu lesen.

Der Wahnsinn oder? Ok, ich entschuldige mich nochmal fuer meinen Schreibwahn, alles Schuld von dem Buch. Iieh, boeses Buch, hoer auf damit.

;o)

Oktober 11, 2008 at 6:07 am 1 Kommentar

Port Macquarie, Byron Bay und Nimbin

Mir geht es immernoch gut (nur um das mal gesagt zu haben, weil ich den letzten Tag im Funkloch war)!

Los gehts wie immer von vorn: Montag war Ankunft in Port Macquarie zusammen mit einer Hollaenderin, die ich im Bus von Sydney kennen gelernt und heute zufaellig in Nimbin (dazu spaeter mehr) wieder getroffen habe. Nachdem wir in die Hostels eingecheckt haben, sind wir zum Koala Hospital gelaufen und ja, da werden kranke Koalas behandelt. Das war ganz traurig! Da war eine Koala-Dame, die war schon ganz alt und hatte es mit der Huefte. Und ein blindes Koala! Und ein fast verbranntes. Naja, auf dem Weg kam uns auch gleich eins entgegen gehoppelt (die rennen wie Hasen), wahrscheinlich ausgebuechst. Fotos kommen. Sonst verlief der Montag relativ ruhig, Pizza gegessen, Film geschaut.

Dienstag dann an den Strand dort, Delfine beim Fische fangen beobachtet (aber kein brauchbares Foto bekommen, meine Kamera ist einfach zu langsam). Dann nachmittags Abfahrt nach Byron Bay, den ganzen schoenen Tag im Bus verbracht. Abends gegen 21 Uhr dort angekommen, mit zwei Kumpels aus Sydney wiedergetroffen und was Trinken gegangen. Nichts grosses …

Mittwoch, also gestern, sind wir mit dem Bus auf nach Nimbin (meinen grossen Rucksack hab ich im Hostel in Byron Bay gelassen). Nimbin ist eine Hippie-Stadt, alles bunt und smoove, richtig relaxt. Eine Nacht sind wir dann dort geblieben und die Landschaft ist einfach traumhaft. Anderthalb Stunden von Byron Bay ins Landesinnere, ganz viele Berge, alles gruen und einfach schoen. „Laubwaelder“ wechseln sich ab mit Palmen. Unser Hostel war auch irgendwie am Ende der Welt, aber so was von schoen. Mit Pool zwischen Palmen und alles im Regenwald-Stil gehalten, echt traumhaft (Fotos kommen). Ja, viel haben wir dort auch nicht gemacht, ist halt zum chillen gedacht. Lecker Dinner gekocht, Film geschaut und den Ausblick genossen.

Heute ging es fuer mich dann zurueck nach Byron Bay, die Jungs bleiben noch einen Tag laenger. Aber vorher habe ich mir noch echte Hippie-Klamotten gekauft ;o) Nee, aber einfach ein langes luftiges Oberteil und eine lange luftige Hose. Abends ist es zwar warm, so dass man kurzaermelig rumlaufen koennte, aber Muecken gibt es auch hier. Dafuer sind die Klamotten wie gemacht. Und sind mal in einem ganz anderen Stil. Ansonsten ist alles fein, morgen werde ich mal was fuer meine Koerperbraeune machen – will heissen, mich an unseren weissen Traumstrand legen, der ganze 30 sec vom Hostel entfernt ist. Der Wahnsinn! Und wirklich traumhaft. Aber das ist ja erst der Anfang, das wird ja jetzt immer besser!

Nun gut, ach ich vergass zu erwaehnen, dass ich neben Koalas und Delfinen auch mein erstes Kaenguruh gesehen habe. Tot im Strassengraben. Ok, das ist nicht lustig, war aber trotzdem mein erstes ;o)

Mal schauen wie lang das Internet zum Fotos hochladen reicht …

Oktober 9, 2008 at 9:50 am 4 Kommentare

So schnell koennen sich Plaene aendern!

Ich bin nun nicht – wie geplant – in Tea Gardens, sondern in Port Macquarie. Aber alles der Reihe nach: Der Morgen fing schon gut an, als ich nicht wie vorgenommen 5.30 am, sondern erst 5.46 aufwachte. Mein Texi war um 6.15 am bestellt, also hiess es alles schnell und huschhusch. Normalerweise ist unsere Rezeption die ganze Nacht besetzt, aber ausgerechnet diese Nacht nicht, so dass niemand zum Auschecken da war. Nachdem ich meinen Kumpel, der an der Rezeption arbeitet, aus dem Bett geklingelt und festgestellt habe, dass mein Taxi nicht kommt, war es schon 6.20. Ich war puenktlich da, das Taxi nicht. Also hat er mich erstmal schnell ausgecheckt und ich auf der Strasse gestanden und auf ein Taxi gewartet. Nichts, gar nichts. Heute ist ja Public Holiday in New South Wales. Mein Kumpel hat in der Zeit zwei Taxis bestellt, keins kam. Inzwischen war es schon 6.30 und die Zeit wurde immer knapper (by the way, mein Bus sollte um 7 gehen, aber man soll eine halbe Stunde vorher da sein). Zum Glueck hat dann um 6.45 (ich war schon kurz vorm Ausrasten) ein Taxi gehalten, welches zwar jemanden drin hatte, mich aber freundlicherweise zur Central Station mitgenommen hat.

Alles in allem bin ich drei Minuten vor Abfahrt angekommen und alles war gut. Dann bin ich also Bus gefahren. Und gefahren. Und um 10.30 am kamen wir im nirgendwo an. Nur der Highway und ein riesiger Rock, in dem es Essen gab. Dort war Fruehstueckspause vorgesehen und gleichzeitig sollte es mein Stopp sein, naemlich Tea Gardens. Tea Gardens war aber noch ein Stueck weiter weg und dort gab es keine Busse oder Taxis. Der Busfahrer fragte mich dann, was ich denn da wolle, da das fuer Backpacker eigentlich nichts waere. Und er wuerde mir doch Port Macquarie empfehlen. Also bin ich spontan da hin gefahren, angekommen und wurde gleich von Leuten ueberrannt, die mir eine Unterkunft angeboten haben. Eine habe ich dann auch angenommen und nun sitze ich im … oehm .. hab den Namen von dem Hostel vergessen, naja, und hab erstmal mein Busticket aktualisiert. Und dann werde ich mich mal umgucken, ein bisschen rumlaufen und morgen mit dem gleichen Bus weiter an Byron Bay fahren. Soso.

Oktober 6, 2008 at 5:16 am 3 Kommentare

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